Tag der Familie am 15. Mai

Johanniter: "Viele Familien sind über sich hinausgewachsen“

Laut Johanniter-Unfall-Hilfe zeigt die Corona-Krise in eindrucksvoller Weise auch die besondere Rolle der Familie in der Gesellschaft.
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Laut Johanniter-Unfall-Hilfe zeigt die Corona-Krise in eindrucksvoller Weise auch die besondere Rolle der Familie in der Gesellschaft.

Kreuth – Viele Familien seien in der Corona-Krise über sich hinausgewachsen“, sagt Markus Haindl, Experte für Notrufdienste der Johanniter-Unfall-Hilfe für das Tegernseer Tal.

Der Internationale Tag der Familie am 15. Mai bekräftigt die Bedeutung der Familie. „Die Corona-Krise hat uns diese aktuell wieder sehr deutlich vor Augen geführt“, erklärt Markus Haindl. Der Experte für Notrufdienste der Johanniter für das Tegernseer Tal ist häufig in Kontakt mit Familien, zu denen ältere Angehörige und besonders für Infektionen anfällige Personen gehören. „In den zurückliegenden Wochen sind viele Familien über sich hinausgewachsen. Sie haben einander Halt und Sicherheit gegeben, als gewohnte Strukturen wegbrachen. Gleichzeitig aber sind Familien nach wie vor auch in besonderer Weise belastet.“

Ein extrem anstrengender Balanceakt

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Häusliche Kinderbetreuung, Home-Schooling und Berufstätigkeit zu vereinbaren, erfordert von Eltern derzeit einen extrem anstrengenden Balanceakt. Hinzu kommt in vielen Familien die Sorge um ältere Angehörige. „Auch wenn nun wieder mehr Kontakte erlaubt sind und ein Stückchen Normalität in den Alltag einzieht: Das Coronavirus ist aus unserem Leben nicht verschwunden. Gerade Hochbetagte oder ältere Menschen mit Vorerkrankungen benötigen weiterhin sorgfältigen Schutz. Und daher oft Unterstützung, die bislang nicht erforderlich war, etwa beim Einkaufen“, sagt Markus Haindl.

Nicht zu unterschätzen ist auch, dass viele Möglichkeiten sozialen Kontakts weggebrochen sind: Stammtische, Sportgruppen, Seniorennachmittage – all diese Angebote pausieren. „Auch da sind viele Familien verstärkt engagiert. Oft mit sehr liebevollen Ideen, damit älteren Menschen trotz des eingeschränkten Miteinanders nicht die Decke auf den Kopf fällt“, erklärt Haindl.

Unverändert präsent: der Hausnotruf der Johanniter

In Corona-Zeiten fragen sich viele Menschen zudem erst recht: Wer hilft meinen Angehörigen, wenn sie plötzlich Hilfe brauchen und wir nicht zu ihnen kommen dürfen oder können? „Der Hausnotruf der Johanniter ist selbstverständlich unverändert aktiv, um das selbstbestimmte Leben im Alter zu unterstützen“, sagt Markus Haindl.

Auch jetzt lässt sich der Hausnotruf der Johanniter jederzeit installieren, auf Wunsch sogar ohne persönlichen Kontakt: Die Hausnotrufgeräte kommen dann als Paket mit dem Lieferdienst. Das Paket enthält eine Schnellstartanleitung für das Gerät, für den Anschluss steht ein Techniker am Telefon bereit. Die Empfänger können das Hausnotrufgerät nach dem Auspacken an die Steckdose anschließen und mit einem Knopfdruck in Betrieb nehmen.

Angebote im Bereich Hausnotruf

Der Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 23.500 Beschäftigten, mehr als 40.000 ehrenamtlichen Helfern und knapp 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland. In Bayern ermöglicht der Hausnotruf mehr als 20.000 Menschen Hilfe auf Knopfdruck, damit sie selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben können. Außerdem versorgen die Johanniter in Bayern Menschen mit Pflegebedarf durch 14 ambulante Pflegedienste. ksl

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