Kreuther Skistar macht Schluss

Nach zahlreichen Erfolgen: Viktoria Rebensburg verkündet Karriereende

Viktoria Rebensburg feierte mit der olympischen Goldmedaille 2010 ihren größten Erfolg. Von da an fuhr sie in der Weltspitze. Beim Empfang im Bräustüberl herrschte damals Riesenandrang.
+
Viktoria Rebensburg feierte mit der olympischen Goldmedaille 2010 ihren größten Erfolg. Von da an fuhr sie in der Weltspitze. Beim Empfang im Bräustüberl herrschte damals Riesenandrang.

Kreuth – Völlig überraschend hat Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg aus Kreuth über die sozialen Netzwerke ihren Rücktritt verkündet.

Ein Foto von den ersten Trainingsläufen nach viereinhalb Monaten postete Viktoria Rebensburg Mitte Juni auf Facebook – mit dem Zusatz „still lovin‘ it“. Über die sozialen Medien ließ der Skistar aus Kreuth die Fans an der Saisonvorbereitung und ihrer Freude teilhaben, wieder auf Ski zu stehen. „Der beste Weg, der Hitze zu entkommen“, war für Rebensburg laut einem Beitrag vom 9. August das Carven durch die Stangl im Schnee von Saas-Fee in der Schweiz. Umso mehr überraschte sie diese Woche mit der Entscheidung, nun ihre Karriere zu beenden.

Am Dienstag (1. September) hat Vicky Rebensburg auf Instagram und Facebook ein Video veröffentlicht, in dem sie ihren sofortigen Rückzug vom Skirennsport verkündet. Nicht nur ihre vielen Fans hier in der Region dürften schockiert sein. Der Deutsche Skiverband verliert seine Nummer 1 im Team, eine Siegfahrerin, die erfolgreichste alpine Sportlerin in den Reihen des DSV.

In den vergangenen zehn Jahren fuhr sie konstant vorne mit und gehörte zur absoluten Weltspitze. Außer im Slalom war die Kreutherin immer für einen Stockerlplatz gut. Die 30-Jährige hat eine Knieverletzung vom vergangenen Winter hinter sich und war mitten im Sommertraining. Wie sie in dem am Dienstag veröffentlichten Video sagt, habe sie aber gemerkt, dass es wahrscheinlich nicht mehr für ganz nach vorne reichen wird.

„Von klein auf war es immer mein Anspruch und mein Ansporn, um Siege mitzufahren, aber dem Anspruch kann ich jetzt nicht mehr gerecht werden“, sagte sie. Ihre Entscheidung sei in den vergangenen Monaten gereift, erklärte sie weiter. Und sie falle ihr nicht leicht, sei aber unausweichlich und mit dem Erfolg beim Heimrennen im vergangenen Winter in Garmisch durchaus auch ein guter Zeitpunkt.

Der Sieg auf der Kandahar-Abfahrt war ein weiteres Glanzlicht in Rebensburgs strahlender Karriere. Denn da schaffte sie es, auch in ihrer dritten Disziplin – neben Riesenslalom und Super-G – einmal zu triumphieren. Insgesamt feierte Vicky 19 Weltcupsiege. Der größte Erfolg war ihr damals nicht erwarteter Olympiasieg im Riesenslalom bei den Spielen in Vancouver 2010. Vier Jahre später holte sie bei Olympia in Sotschi ebenfalls in ihrer Paradedisziplin Bronze. Hinzu kommen zwei Silbermedaillen bei Weltmeisterschaften (2015 und 2019). Dreimal gewann sie den Riesenslalom-Weltcup, zweimal wurde Rebensburg Dritte der Weltcup-Gesamtwertung.

Ihre Erfolge feierte sie auf den Pisten rund um die Welt. Den Rückzug aus dem Skisport verkündete sie da, wo sie ihre ersten Schwünge in den Schnee zauberte: am Hirschberg. ft

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Führungswechsel im Medical-Park St. Hubertus in Bad Wiessee
Führungswechsel im Medical-Park St. Hubertus in Bad Wiessee
Einbau der letzten Schilderbrücken: B318 nochmals gesperrt
Einbau der letzten Schilderbrücken: B318 nochmals gesperrt
Zoff in Hausham: Grünen-Gemeinderat wehrt sich gegen Vorwurf
Zoff in Hausham: Grünen-Gemeinderat wehrt sich gegen Vorwurf
Nach Streit im Haushamer Gemeinderat: Schaftari und Privitera versöhnen sich
Nach Streit im Haushamer Gemeinderat: Schaftari und Privitera versöhnen sich

Kommentare