Kraftakt in luftiger Höhe

Umbau der Tegernseer Hütte startet: DAV mit wichtigem Hinweis für Wanderer

Die Tegernseer Hütte auf dem Grat zwischen Roß- und Buchstein ist derzeit eingerüstet.
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Die Tegernseer Hütte auf dem Grat zwischen Roß- und Buchstein ist derzeit eingerüstet.

Kreuth – Ein Kraftakt in luftiger Höhe hat im Mai begonnen: Der Umbau der Tegernseer Hütte nahe Kreuth. Diesen wichtigen Hinweis hat der DAV für Wanderer:

Mitte April hat die Sektion Tegernsee des Deutschen Alpenvereins (DAV) den Genehmigungsbescheid des Landrats­amts Miesbach für den Umbau des Dachgeschosses der Tegernseer Hütte an Roß- und Buchstein erhalten. Dieser ist erforderlich, um das beschlossene Brandschutzkonzept umzusetzen und wieder Übernachtungen auf der beliebten Hütte zu ermöglichen. Vor Kurzem haben die Bauarbeiten begonnen.

Der Start der Arbeiten gestaltete sich allerdings in mehrfacher Hinsicht steinig: Denn kaum waren alle Hürden im Genehmigungsverfahren beseitigt, traten zeitgleich mit der Baugenehmigung die Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise in Kraft. Mitten in der Planungs- und Bauvorbereitungsphase waren von einem auf den anderen Tag Baubesprechungen nicht mehr in der gewohnten Runde möglich, berichtet der Verein. Bauablauf und -vorbereitung mussten entsprechend den Infektionsschutzbestimmungen angepasst werden. Auch der geplante Materialtransport, unterstützt von einem Hubschrauber, war nicht möglich: Denn zum Schutz der am Roß- und Buchstein vorkommenden Raufußhühner sind Hubschrauberflüge ausschließlich in den Monaten August, September und Oktober zulässig. Im Vorstand wurde daher diskutiert, ob der Zeitplan für den Umbau gegebenenfalls angepasst werden muss.

Trotz aller Hürden bestand laut dem Vorsitzenden Rainer Toepel im Sektionsvorstand Einvernehmen, am bisherigen Zeitplan festzuhalten. „Gerade die aktuell geringere Frequentierung der Tegernseer Hütte soll für den Umbau genutzt werden, um die Baumaßnahme so früh wie möglich zu beginnen und so schnell und vollständig wie möglich abzuwickeln“, erklärt er. Beim DAV wurde dafür die Förderung der Maßnahme mit einem Volumen von voraussichtlich 314.000 Euro beantragt. Ziel ist es, zeitnah vorrangig die Außenarbeiten abzuschließen, um das Bewirten der Tegernseer Hütte wieder zu ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung. In Abstimmung mit dem DAV-Bundesverband wird noch ein Konzept erarbeitet, wie diese erfolgen kann, sobald die Beschränkungen für DAV-Schutzhütten gelockert werden.

Wie geplant, wurde jüngst das Gerüst aufgestellt. Statt mit dem Hubschrauber wurden die Gerüst­elemente von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern kurzerhand mit der Materialseilbahn auf die Hütte transportiert. In den kommenden Wochen folgen die Spengler- und Zimmererarbeiten für die neue Dachkonstruktion. Wanderer mit Ziel Tegernseer Hütte werden derzeit gebeten, aktuelle Hinweise auf baubedingte Beschränkungen zu beachten.

Die Spendenaktion, die für die Finanzierung der Baumaßnahme erforderlich ist, wurde mit Rücksicht auf die von der Covid19-Pandemie Betroffenen zurückgestellt. Laut Rainer Toepel ist es ausdrücklich im Interesse der Sektion Tegernsee, dass Spenden momentan Einzelpersonen und Aktionen zugute kommen, die dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Selbstverständlich freue sich die Sektion dennoch über jeden Spender, der die Baumaßnahmen auf der Tegernseer Hütte bereits zum jetzigen Zeitpunkt unterstützen möchte. ksl

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