Nach Lockerungen im Tourismus

Kritik an Corona-Inzidenz: IHK fordert Planungssicherheit für Wirtschaft

Petra Reindl von der IHK für München und Oberbayern
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Petra Reindl übt Kritik an der 7-Tage-Inzidenz als Grundlage für Corona-Regeln.

Landkreis – Die 7-Tage-Inzidenz ist in der Corona-Pandemie ausschlaggebend für Lockdown und Lockerungen. Die IHK kritisiert das.

Nachdem pünktlich zu den Pfingstferien in den benachbarten Landkreisen der Tourismus nach monatelangem Corona-Lockdown wieder starten konnte, fordert Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach, für touristische Betriebe eine solidere Perspektive. Der alleinige Blick der Politiker auf die ungenaue und schwankende 7-Tage-Inzidenz bremse jegliche Chance auf einen Neustart der heimischen Wirtschaft aus.

Viele Betriebe befänden sich seit Wochen am Limit und kämpften um ihr Überleben. Reindl appelliert daher: „Wir benötigen dringend Regelungen wie bei unseren Nachbarn, sodass unsere Hotels, die Gastronomie und die Tourismusbetriebe endlich wieder verlässlich planen können.“ Sie warnt davor, dass noch mehr Fachkräfte aus den vom Lockdown besonders betroffenen Branchen wegen der fehlenden Planungssicherheit nach Österreich abwandern und das Personal dann in den Betrieben vor Ort fehle. „In der Ferien- und Sommersaison wäre das eine absolute Katastrophe für unsere Tourismusregion“, sagt sie.

Nach monatelangem Dauer-Lockdown sollten Bergbahnen wieder konstant fahren sowie Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze öffnen. „Wir brauchen jetzt dringend Gäste, damit die vom Tourismus lebenden Betriebe endlich durchstarten können“, erklärt sie. „Auch Einzelhandel und Gastronomie werden davon profitieren. Die Rückkehr zur Normalität ist überfällig.“

Die Unternehmerin erinnert auch daran, dass die Betriebe bereits im Sommer 2020 viel Geld und Kreativität in Hygienemaßnahmen gesteckt haben, um Personal und Gäste zu schützen. „Die Unternehmen sind sich der anhaltenden Gefahr durch das Coronavirus bewusst und werden mit erweiterten Schutzkonzepten sowie Tests für noch mehr Sicherheit sorgen“, ist Reindl überzeugt. Niemand werde erreichte Erfolge verspielen wollen. „Wir brauchen dringend Lockerungen und dürfen keinen erneuten Lockdown riskieren“, resümiert sie. ksl

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