„Dokurona“-Projekt von „Anders wachsen“

Wie Corona den Landkreis Miesbach verändert hat

Becky Köhl zeigt die Dokurona-Internetseite
+
Licht und Schatten der Corona-Krise: Becky Köhl vom Verein Kulturvision zeigt die erstellte Internetseite zur Dokurona.

Landkreis – Das „Dokurona“-Projekt von „anders wachsen“ ist mit zahlreichen Beiträgen online. Der Internetauftritt zeigt, „was Corona mit uns macht“.

Nicht einfach hinnehmen, sondern aktiv werden. Das haben sich die kreativen Köpfe hinter der Initiative „Anders wachsen – Alternative Ideen für das Oberland“ im Frühjahr gedacht, als die Corona-Pandemie immer mehr Fahrt aufnahm und das Leben weltweit veränderte. Nun ist das Ergebnis zu sehen: eine Dokurona.

„Als wir im Frühjahr dasaßen wegen der Absagen von Veranstaltungen und überlegt haben, was wir mit der Krise machen, kam uns die Idee, diese nicht einfach vorüberziehen zu lassen, sondern zu thematisieren“, erklärt die Projektverantwortliche Monika Ziegler. Damals – im März – war bereits der neue Zyklus für „Anders wachsen“ weitestgehend fertig geplant, der nun im Herbst starten sollte. Daraus wird wegen der andauernden Pandemie nichts. Was aber etwas geworden ist, ist eine umfangreiche Dokumentation, was Corona mit uns macht.

Zu sehen sind die Ergebnisse seit Kurzem auf einer Internetseite. Etwa 80 Einsendungen habe es gegeben, erklärt Becky Köhl, Zweite Vorsitzende des Vereins Kulturvision. Darunter sind unzählige Bilder, Texte und Videos. Geordnet ist das Ganze auf der Internetseite nach drei Kategorien. Die erste lautet Geschriebenes und beinhaltet Lyrik, Gedanken, Meinungen, Wissenschaftliches und Tagebucheinträge. Unter Gemaltes findet man Fotos, Bilder und Skulpturen, teilweise mit Text kombiniert. Die dritte Kategorie zeigt Gespieltes, also gesungene, gespielte, gelesene und getanzte Videobeiträge.

Alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus im Landkreis Miesbach lesen Sie in unserem Ticker.

Bis zum Einsendeschluss am 15. August sind 40 Text-, 23 Bild- und 16 Videobeiträge eingereicht worden, wobei manche auch mehrere Fotos und Videos enthalten. „Es sind sehr vielfältige Beiträge“, sagt Becky Köhl. Jung und Alt, weiblich wie männlich haben sich daran beteiligt, 14-jährige Schüler haben geschrieben und Bewohner eines Seniorenstiftes, Naturwissenschaftler sind ebenso dabei wie Politiker, Kulturschaffende und ganz normale Bürger. Sogar einzelne Beiträge aus den Niederlanden, den USA, Salzburg und anderen Orten außerhalb des Landkreises Miesbach gibt es, obwohl das Projekt ursprünglich auf die Region bezogen war. Auch Landrat Olaf von Löwis, der sein Amt mitten in der Hochzeit der Corona-Krise aufgenommen hat, hat einen Beitrag eingereicht.

Nun gibt es auch den Versuch, die Beiträge in gedruckter Form zu veröffentlichen. Ob das klappt, ist noch nicht sicher, erklärt Monika Ziegler. Fest steht hingegen bereits, dass das Projekt „Dokurona“ zum Abschluss der Wissenschaftstage Tegernsee, einem Kooperationspartner von „Anders wachsen“, am Sonntag, 15. November, um 18 Uhr, ganz analog der Öffentlichkeit im Kultur im Oberbräu in Holzkirchen vorgestellt werden soll. Bereits zuvor, um 11 Uhr, wird es eine Podiumsdiskussion geben zur Frage, wie Medien mit Corona umgegangen sind.

Vorab sind alle Beiträge online auf der Internetseite dokurona.de zu finden. ksl

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: 7-Tage-Inzidenz steigt weiter
Coronavirus im Landkreis Miesbach: 7-Tage-Inzidenz steigt weiter
Krankenhaus Agatharied: Neue Marke, neuer Chefarzt
Krankenhaus Agatharied: Neue Marke, neuer Chefarzt
Corona-Virus im Landkreis Miesbach: Diese Veranstaltungen sind abgesagt
Corona-Virus im Landkreis Miesbach: Diese Veranstaltungen sind abgesagt
Diese Frau leitet fortan die Spielbank in Bad Wiessee
Diese Frau leitet fortan die Spielbank in Bad Wiessee

Kommentare