Auch der Landkreis Miesbach ist dabei

Neuer Vorsitzender für Rettungsdienstler und Feuerwehrler

Rosenheims Landrat Otto Lederer (r.) mit Oberbürgermeister Andreas März (l.) und Stefan Forstmeier, Geschäftsführer des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung.
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Rosenheims Landrat Otto Lederer (r.) mit Oberbürgermeister Andreas März (l.) und Stefan Forstmeier, Geschäftsführer des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung.

Landkreis - Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Rosenheim ist auch für den Landkreis Miesbach zuständig. Jetzt gibt es einen neuen Vorsitzenden.

Mit dem Tagesordnungspunkt 3, der Neuwahl der Verbandsvorsitzenden, hatte die frühere Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer ihre letzte Amtshandlung souverän gemeistert. In der ersten Versammlung nach der Kommunalwahl wählten die Verbandsmitglieder Landrat Otto Lederer zum neuen Vorsitzenden des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Rosenheim. Sein Stellvertreter ist Rosenheims neuer Oberbürgermeister Andreas März.

Lederer und März folgen dem früheren Landrat Wolfgang Berthaler und Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer nach. Nach seiner einstimmigen Wahl sagte der Landrat: „Den Zweckverband übernehme ich sehr gerne, weil er sehr gut aufgestellt ist.“ Lederer bedankte sich für die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre und Jahrzehnte. Besonders lobte er in diesem Zusammenhang das Engagement von Rettungsdienst und Feuerwehren, die ihre Arbeit im Stillen ausführen. „Im Stillen deshalb, weil es funktioniert. Wenn es nicht funktionieren würde, wäre es nicht im Stillen“, erläuterte er.

Der Geschäftsführer des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, Stefan Forstmeier, hatte zuvor die Aufgaben des Verbandes vorgestellt. Dazu gehört der Betrieb der Integrierten Leitstelle in Rosenheim. Etwa ein Drittel der Kosten – knapp 1,1 Millionen Euro – übernimmt der Zweckverband. Den Rest steuern die Krankenkassen bei. Wobei diese seit Jahren versuchen würden, ihren Anteil zu senken. „Um eine Lösung wird gerungen“, erklärte er.

Jeder Rettungsdiensteinsatz wird nachbearbeitet. Dabei festgestellte Mängel sorgen dafür, dass die Alarmierungsplanung ständig weiterentwickelt wird. Ganz wichtig im Zweckverband ist der ärztliche Leiter Rettungsdienst, Michael Städtler. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem das Qualitätsmanagement im Rettungsdienst und in der Integrierten Leitstelle sowie die Betreuung der Notfallsanitäter. Ab Ende 2023 muss jedes Rettungsfahrzeug mit mindestens einem von ihnen besetzt sein.

Der Zweckverband stellt den Rettungsdienst sicher, indem er öffentlich-rechtliche Verträge mit den Rettungsdienstorganisationen beziehungsweise der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern abschließt. Zum Rettungsdienst zählen neben der Notfallrettung und dem Krankentransport noch die Sicherstellung des Notarztdienstes sowie Berg- und Wasserrettung.

Im Zuständigkeitsbereich des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung – er umfasst die Landkreise Miesbach und Rosenheim sowie die kreisfreie Stadt Rosenheim – gibt es zehn Rettungswachen, die 24 Stunden täglich besetzt sind. Dazu kommen sechs Rettungsstellplätze mit täglichen Einsatzzeiten zwischen zwölf und 16 Stunden. In Aurach wird gerade neu gebaut.

Die Zahl der Notfallereignisse und der Krankentransporte kannte in den vergangenen Jahren meist nur eine Richtung – nämlich die nach oben. Wurden 2011 noch rund 28.500 Einsätze registriert, waren es 2019 beinahe 38.000. Bei den Krankentransporten gab es im gleichen Zeitraum einen Anstieg von knapp 22.000 auf knapp 29.000. Da wundert es wenig, dass die Analysen einen weiteren Bedarf an Stellplätzen für Rettungsfahrzeuge ergeben. In seiner nächsten Sitzung will der Zweckverband entscheiden, ob in Eggstätt und Bad Feilnbach Rettungsfahrzeuge stationiert werden.

Die Verbandsversammlung umfasst sieben Mitglieder: Rosenheims Landrat Otto Lederer, Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und Miesbachs Landrat Olaf von Löwis – diesmal vertreten durch Vize Jens Zangenfeind – sowie die Verbandsräte Marianne Loferer, Georg Reinthaler (vertreten durch Andrea Rosner), Josef Lausch (alle Landkreis Rosenheim) und Alois Fuchs für den Landkreis Miesbach. ksl

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