Angebot in Miesbach

Landkreis bietet kostenloses Seniorenticket – mit einem Haken

Kostenlos mit dem Bus fahren: Der Landkreis Miesbach macht es für Senioren möglich.
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Kostenlos mit dem Bus fahren: Der Landkreis Miesbach macht es für Senioren möglich.

Landkreis – Wer über 60 ist und seinen Führerschein abgibt, darf drei Jahre lang kostenlos die Busse der RVO nutzen. So lautet ein neues Angebot im Landkreis.

"Niemand gesteht sich dies gerne ein: Eigentlich bin ich zu alt, um Auto zu fahren. Ich sollte nicht mehr selber fahren", berichtet Sprecher Birger Nemitz vom Landratsamt in Miesbach. "Doch vielen fällt es schwer, auf die Fahrerlaubnis zu verzichten und stattdessen die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen." Den Wechsel erleichtern könnte ein neues Angebot der Landkreisverwaltung und des Busunternehmens RVO: Das neue Seniorenticket bietet drei Jahre freie Fahrt für alle, die freiwillig ihre Fahrerlaubnis abgeben.

Das neue Angebot startet ab sofort: Wer seinen Hauptwohnsitz im Landkreis Miesbach hat und auf seine Fahrerlaubnis freiwillig verzichtet, also seinen Führerschein abgibt, kann die Busse der Regionalverkehr Oberland GmbH (RVO) drei Jahre lang kostenlos nutzen. Der Ablauf ist denkbar einfach: Bei der Abgabe der Fahrerlaubnis bei der Führerscheinstelle im Landratsamt Miesbach erhält der Kunde den Antrag auf die Jahreskarte mit entsprechendem Bestätigungsvermerk. Alles Weitere regelt er dann direkt mit der RVO. Es werden nacheinander drei Jahreskarten ausgestellt.

Das Angebot gilt für alle ab 60 Jahren aufwärts. In begründeten Fällen, etwa bei schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen, gilt es sogar noch früher. Die Entscheidung darüber obliegt der Fahrerlaubnisbehörde.

Das Angebot wurde von Kreisgremien bereits im Juli 2019 beschlossen und nun in einem Vertrag zwischen dem Landratsamt und der RVO fixiert. In einer alternden Gesellschaft zählen hier weniger die Gründe des Umweltschutzes, als die der Verkehrssicherheit. „Wir verstehen dies sehr gut: Für viele fällt der Verzicht auf ein eigenes Auto nachvollziehbar schwer“, meint der Leiter des Fachbereichs Mobilität, Peter Schiffmann. „Aber ich glaube, dass wir mit diesem Seniorenticket vielen eine wertvolle Hilfe anbieten können sowie auch die Verwaltung von manch aufwendigem Verfahren entlasten können. Ich hoffe sehr, dass dieses Angebot gut angenommen wird." Im Kreishaushalt sind zur Finanzierung dieser Maßnahme für 2020 zunächst 15.000 Euro eingestellt. ksl

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