Was sich 2020 ändert

Mindestlohn, Bahn, Steuern und mehr: Diese neuen Regeln gelten fortan

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Die Änderungen im neuen Jahr bringen auch einige finanzielle Vorteile mit sich.

Landkreis – Mindestlohn, Bahn, Steuern und mehr: Diese neuen Regeln gelten fortan auch im Landkreis Miesbach.

Neues Jahr – neue Regeln: Nicht nur auf Bundesebene, sondern auch im Landkreis gibt es einiges zu beachten, das ab 2020 gilt. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Änderungen:

  • Seniorenticket: Ab sofort gibt es im Landkreis Miesbach ein kostenloses Busticket für Senioren. Der Haken an der Sache: Nutzer müssen im Gegenzug ihren Führerschein abgeben.
  • Bahn- und Flugtickets: Bahnfahren wird ab dem 1. Januar günstiger, da die Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent sinkt – allerdings nur bei Fernreisen. Fliegen hingegen wird teurer, da die Steuern auf Flugtickets zum April 2020 angehoben werden. Für Inlandsflüge wird die Luftverkehrssteuer auf 13,03 Euro angehoben, für Flüge bis 6.000 Kilometer auf 33,01 und für noch längere Flüge auf 59,43 Euro.
  • Bußgelder: Auch Autofahrer müssen sich ab dem 1. Januar auf einige neue Regeln einstellen. Wer innerorts 26 bis 30 km/h zu schnell ist, muss fortan 100 Euro zahlen und erhält einen Punkt in Flensburg. Beim zweiten Mal innerhalb eines Jahres kommt ein Monat Fahrverbot obendrauf. Wird das Handy am Steuer benutzt, sind 100 Euro fällig und ein Punkt in Flensburg. Wer außerorts und auf Autobahnen bei stockendem Verkehr keine Rettungsgasse bildet, muss 200 Euro Bußgeld zahlen, erhält zwei Punkte in Flensburg und muss einen Monat sein Auto stehen lassen.
  • Mindestlohn: Der Mindestlohn wird ab dem 1. Januar von 9,19 auf 9,35 Euro pro Stunde angehoben. Auch der Mindestlohn für Auszubildende steigt auf mindestens 515 Euro im ersten Lehrjahr. Danach wird der Betrag schrittweise auf 620 Euro monatlich angehoben. Auch Arbeitnehmer im Pflegesektor sollen höhere Löhne erhalten. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant einen Stundenlohn von 14 Euro.
  • Sozialhilfe und Arbeitslosengeld: Alleinstehende Erwachsene erhalten ab dem 1. Januar einen höheren Hartz-IV-Regelsatz. Dieser steigt von 424 auf 432 Euro. Die Grundsicherung für Paare steigt um 7 Euro auf 389 Euro je Partner. Ebenso erhöhen sich die Bezüge für Kinder von Hartz-IV-Empfängern.
  • Masern-Impfpflicht: Ab dem 1. März ist eine Impfpflicht gegen Masern geplant. Eltern, die ihr Kind in einem Kindergarten oder einer Schule anmelden wollen, müssen dann nachweisen, dass ihre Kinder gegen die hoch ansteckende Krankheit geimpft sind. Bei Verstößen drohen bis zu 2.500 Euro Bußgeld. Greifen soll die Impfpflicht auch für Lehrkräfte und Erzieher sowie Personal in medizinischen Einrichtungen.
  • Rente: Ab 1. Juli steigen die Rentenbezüge um 3,15 Prozent. Wer pro Monat 1.000 Euro Rente erhält, hat dann also 31,50 Euro mehr im Monat. Der Nachteil: Viele Rentner müssen dann aufpassen, ob sie nicht Steuern auf ihre Bezüge zahlen müssen. ksl

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