Einsatz für die Artenvielfalt

Landratsamt: Ernennung von 15 neuen Hornissen-Beratern und einer Expertin für Fledermäuse

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Landrat Wolfgang Rzehak (5.v.l.) freut sich über die neuen Hornissenberater (v.l.) Michael Schmid, Astrid Funcke, Christina Nußstein (Fledermaus-Beraterin), Horst Koller, Lorena Steffens und Florian Brand (beide Landratsamt), Georg Haslauer, Raimund Burghardt, Peter Wurm, Jürgen Obermaier, Markus Benicke, Petra Rietdorf, Rupert Bosch, Rudi Saalbach, Daniela Reichel, Manuel Mares und Nicole Schächtele.

Miesbach – Drei Stiche töten einen Menschen, sieben Stiche ein Pferd. So etwas wird immer wieder über Hornissen erzählt. Doch in Wirklichkeit sind die Sozialen Faltenwespen nicht gefährlich, sondern sogar sehr nützlich. Für mehr Aufklärung über die faszinierenden Insekten sollen nun 15 neue Hornissen- und Wespenberater sorgen. Die Frauen und Männer erhielten vor kurzem ihre Ernennungsurkunden nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz im Landratsamt Miesbach. Landrat Wolfgang Rzehak ernannte außerdem eine Beraterin für Fledermäuse und dankte dem langjährigen ehrenamtlichen Experten für Hornissen.

Im Frühjahr und im Sommer erreichen das Landratsamt Miesbach regelmäßig Anfragen: Im Garten oder unter dem Dachstuhl hängt ein Hornissennest. Wie soll man nun vorgehen? Sind die Tiere möglicherweise sogar gefährlich? „Man sollte froh sein, wenn man Hornissen hat. Die Nützlichkeit der Hornissen ist dadurch begründet, dass sie viele schädliche Insekten fressen, wie Bremsen, Mücken, Wes­pen, Fliegen“, weiß Georg Haslauer. Landrat Rzehak dankte ihm besonders, Haslauer hatte sich von 2003 bis 2018 als Berater betätigt. Dabei setzte er sehr viele Völker von Hornissen um, im gesamten Landkreis Miesbach. Das dürfen nun auch die 15 neuen Hornissen-Berater, die unter anderem einen Kurs bei Hornissen-Fachmann Elmar Billig absolvierten. Der Experte aus Utting am Ammersee kümmert sich seit 40 Jahren um die Belange der Tiere.

„Sie zeigen alle einen tollen Einsatz für die Artenvielfalt und die Natur“, lobte Landrat Wolfgang Rzehak bei der Ernennung. Das erfolgreiche Volksbegehren ,Artenvielfalt‘ habe laut Rzehak gezeigt: „Immer mehr Menschen wollen es nicht hinnehmen, dass so viele Arten sang- und klanglos aussterben. Hornissen, aber auch Wespen sind unheimlich wichtig für die Kreisläufe im Ökosystem.“

Tierärztin Christina Nußstein wurde zur Beraterin für Fledermäuse ernannt. Sie arbeitet in einer Praxis in Weyarn und ist eigentlich auf Rinder spezialisiert. Doch ihre Liebe gilt viel kleineren Tieren, den Fledermäusen. Nußstein kümmert sich um verletzte Fledermäuse: „Erstversorgung, dann aufpäppeln und wieder freilassen.“ Außerdem betreute sie eine Doktorarbeit, die sich damit befasste, ob und wo Fledermäuse in den Ställen jagen. Mit einem Bat-Detektor hatte sie im Landkreis Miesbach fünf verschiedene Arten festgestellt. eb

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