Bronze für Landschaftsgärtner

Bad Wiesseer Auszubildende auf Platz drei bei landesweitem Oskar-Augustin-Cup

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Amadeus Loibl (l.) und Florian Kölbl hochkonzentriert bei der Arbeit. Auf Genauigkeit, Sauberkeit und Tempo kam es an.

Bad Wiessee – Mit dem dritten Platz haben zwei Auszubildende von Blumen & Garten Reichl in Bad Wiessee vor kurzem den Oskar-Augustin-Cup abgeschlossen. Florian Kölbl und Amadeus Loibl konnten bei dem landesweiten Berufswettbewerb der bayerischen Landschaftsgärtner in Wassertrüdingen die Jury überzeugen – und ihre Chefs überraschen.

„Manchmal haben wir uns schon gedacht: ,Oh Gott, auf was haben wir uns da nur eingelassen?‘“, erinnert sich Florian Kölbl. Der 23-Jährige aus Rottach-Egern ist so genannter Verbundstudent, das heißt, auf der einen Seite studiert er in Weihenstephan Garten- und Landschaftsbau, auf der anderen Seite wird er bei der Firma Reichl ausgebildet, bei der Amadeus Loibl (19) aus Sachsenkam ebenfalls als Azubi arbeitet. Gemeinsam aber wollten sie unbedingt beim Oskar-Augustin-Cup teilnehmen und „zeigen, was in uns steckt“, wie Kölbl sagt.

Die Aufgabe war nicht so leicht für die acht Zweierteams aus ganz Bayern. Auf 16 Quadratmetern Fläche musste eine vorgegebene Planung, die das ganze Leistungsspektrum des Garten- und Landschaftsbaus umfasste, innerhalb von 15 Stunden so korrekt wie möglich umgesetzt werden: Spaltmauerwerk, Klinkerpflaster, Sitzbank aus Holz, Pflasterweg, Bäume. „Am Anfang waren wir bisschen nervös“, erzählt Kölbl, „und unsere Absteckung hat einfach zu lange gedauert.“ Prompt lagen die beiden nach dem ersten Tag weit hinten, waren fix und fertig. „Aber dann haben wir richtig Gas gegeben und das Optimale rausgeholt.“ Kölbl und Loibl erhielten von Ludwig Reichl noch Tipps und überholten einen Konkurrenten nach dem anderen. „Es musste ja nicht nur passen, sondern es sollte alles so perfekt wie möglich sein“, erinnert sich der Rottacher. Bei der Mauer etwa arbeiteten die beiden Azubis der Wiesseer Firma mit am saubersten. Genauigkeit, Sauberkeit, Tempo – darauf kam es an.

„Es war einfach eine schöne Erfahrung“, sagt Kölbl, der auf den dritten Platz stolz ist. Sie haben vieles neu gelernt, Abläufe optimiert. Von ihren Chefs seien sie in all der Zeit enorm unterstützt worden. „Die Firma hat viel in uns investiert, Werkzeuge gekauft, mit uns im Vorfeld geübt.“ Und: Otto, Stefan und Ludwig Reichl reisten allesamt zur Preisverleihung nach Wassertrüdingen an, um ihre Schützlinge zu unterstützen. Und waren völlig begeistert über den dritten Platz. „Das ist schon eine tolle Leistung gewesen“, sagt Senior-Chef Otto Reichl. Gerade erst ist sein Betrieb von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mit einem Staatsehrenpreis ausgezeichnet worden für vorbildliche Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau. Diese Würdigung haben Florian Kölbl und Amadeus Loibl mit ihrem dritten Platz noch untermauert. ap

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