Landwirtschaftsminister Brunner besucht Genossenschaft in Kreuth

„Gekommen, um zuzuhören“

+
Freuen sich über das regionale Produkt: (v.l.) Landrat Wolfgang Rzehak, Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, Bürgermeister Josef Bierschneider und Käserei-Chef Hans Leo.

Kreuth – „Ich tue alles, damit möglichst viele bäuerliche Betriebe eine Zukunft haben“, versprach jüngst Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in der Naturkäserei Kreuth den zahlreichen Landwirten, die sich beim ersten offiziellen Besuch in der Genossenschaft eingefunden hatten.

 „Die Gründung 2007 war die richtige Entscheidung im richtigen Moment, denn Sie vermarkten die Region mit Ihrem Produkt“, lobte der Minister und ergänzte: „Ich bin gekommen, um zuzuhören.“ So kamen unter der Moderation von Stefan Gabler, Behördenleiter im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Holzkirchen, viele Anwesende zu Wort. „Unsere Arbeit ist sehr mühsam und anstrengend, was viel Idealismus braucht“, bekannte Hans Leo, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender der Naturkäserei. Leo nannte eindrucksvolle Zahlen: 23 Nebenerwerbs-Betriebe machen mit, die eine Fläche von 800 Hektar bewirtschaften. Über 20 Käsesorten aus Heumilch werden angeboten. Die TegernseerLand-Produkte sind gefragt. „Ich war von Ihrem Auftritt auf unserem Hoffest im Landwirtschaftsministerium begeistert“, versicherte Brunner. „Wir beschäftigen hier 54 Mitarbeiter und sind damit einer der größten Arbeitgeber in Kreuth“, fügte Leo hinzu. Dies würdigte auch Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider: „Das Vorzeigeprojekt Naturkäserei ist ein wichtiger Garant für das Auskommen unserer landwirtschaftlichen Betriebe. Unser Tourismus ist geprägt durch die Kulturlandschaft“. Heiß begehrt bei den Touristen seien die Führungen durch die Naturkäserei, wo mit großem Engagement gearbeitet werde. „Ich hätte nie geglaubt, dass so viele Talbewohner Anteile erwerben würden, obwohl sie wussten, dass anfangs kaum eine Rendite herauskommen würde“, bekannte Bierschneider zu der „lebendigen Gemeinschaft in der Gemeinschaft“.

„Ich bin mit meiner Frau als Zeichner auch mit dabei. Wir gehören zu den über 1450 Anteilsnehmern“, wollte Landrat Wolfgang Rzehak nicht unerwähnt lassen. Bei dieser Genossenschaft könnten die Landwirte ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen und selbstbewusst arbeiten. Harald Gmeiner von der ATS berichtete: „Bei Umfragen legen 70 bis 80 Prozent unserer Gäste besonderen Wert auf Natur und Landschaft, wobei der Trend eindeutig zu regionalen Produkten geht.“ Landwirtschaftsminister Brunner versicherte: „Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, Betriebe mit unterschiedlichen Unternehmensschwerpunkten und Einkommenskombinationen zu besuchen und mir so ein Bild von der Kreativität der bayerischen Landwirtschaft zu machen. Ich will damit auch einer breiten Öffentlichkeit zeigen, wie vielfältig die bayerische Landwirtschaft ist und welche Leistungen sie für Wirtschaft und Gesellschaft erbringt.“ Der Bayerische Weg weise der Landwirtschaft eine multifunktionale Rolle zu, erkennt die Bedürfnisse der klein- und mittelbäuerlichen Strukturen an, berücksichtigt die gewachsene Kulturlandschaft Bayerns und versteht Agrarpolitik als Gesellschaftspolitik. „Diesem Weg fühle ich mich verpflichtet“, versicherte Brunner. Bayern müsse zum Land der Premiumprodukte werden. „Wir lassen unsere Landwirte nicht allein, sondern unterstützen sie durch gezielte Investitionsanreize“, versprach der Minister abschließend.   iv

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Datenpanne beim RKI und Appell an Impfwillige
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Datenpanne beim RKI und Appell an Impfwillige
Charity-Veranstaltung bei Oped bringt über 2.000 Euro für guten Zweck
Charity-Veranstaltung bei Oped bringt über 2.000 Euro für guten Zweck
Hier entsteht in der Marktgemeinde Holzkirchen ein neues Wohnquartier
Hier entsteht in der Marktgemeinde Holzkirchen ein neues Wohnquartier
Coronavirus: Landkreis Miesbach nennt aktuelle Fallzahlen
Coronavirus: Landkreis Miesbach nennt aktuelle Fallzahlen

Kommentare