Langfristige Lösung

Kreisausschuss beschließt Erweiterung der Realschule Tegernseer Tal

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Die Realschule Tegernseer Tal braucht mehr Platz. Deshalb werden vier Klassenzimmer auf den Verbindungsgang gebaut.

Gmund – 144 Prozent Überbelegung. Das hat die Realschule Tegernseer Tal zu bewältigen. Konzipiert wurde sie für 18 Klassen, stattdessen wird es im kommenden Schuljahr aber 26 geben. Und weil so schnell nicht mit einer Entlastung zu rechnen ist, wird die 2014 eröffnete Schule aufgestockt. Der Kreisausschuss hat am vergangenen Mittwoch die Erweiterung beschlossen. Den Landkreis erwarten Kosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro.

Wie dringend die Realschule mehr Platz benötigt, verdeutlichte Tobias Schreiner dem Gremium. „Wir haben Fachräume, die für viel Geld ausgestattet wurden und nicht mehr für den Fachunterricht genutzt werden können“, sagte der Schulleiter. Auch andere Nebenräume wurden zu Klassenzimmern umfunktioniert. Ab September werden zirka 660 Kinder und Jugendliche in Finsterwald zur Schule gehen. Bei deren Bau war mit maximal 540 Schülern gerechnet worden. Dass falsch geplant worden war, glaubt Schreiner nicht. „Die Gutachten waren seriös“, betonte er, „die Entwicklung war so nicht abzusehen“. Am Ansturm wird sich so schnell nichts ändern, nicht zuletzt weil die Geburtenzahlen in den Gemeinden im Einzugsbereich der Gmunder Realschule seit einigen Jahren wieder steigen und 2017 so hoch lagen wie seit Beginn der 90er Jahre nicht mehr. Die Schule braucht somit eine langfristige Lösung, was gegen Container spricht. Eine Erweiterung in Modulbauweise wäre zwar zunächst billiger (860.000 Euro), aber wegen höherer Energiekosten dauerhaft nicht günstiger.

„Wir sollten immer auch in Richtung Erweiterbarkeit denken“, sagte Josef Bichler (CSU) und fand dafür breite Zustimmung. In Massivbauweise sollen nun vier große Klassenzimmer auf dem Verbindungsgang zwischen Hauptgebäude und Sporthalle entstehen – und zwar so, dass bei Bedarf eine weitere Aufstockung möglich ist.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro, abzüglich der Fördermittel bleiben 1,1 Millionen für den Landkreis. „Das Geld ist es wert“, urteilte Landrat Wolfgang Rzehak. Im Herbst kommenden Jahres soll die Erweiterung abgeschlossen sein. ft

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