Lösung für den Verkehr

Stadtrat segnet Rahmenplan für Bahnhofsplatz ab und erteilt Auflagen

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Die Planungen für den Bahnhofsplatz waren erneut Thema der Stadtratssitzung.

Miesbach – „Wir haben hier eine ganz zentrale innerörtliche Entwicklung für die nächsten 50 bis 100 Jahre. Da sollten wir uns beim Beschluss Zeit lassen“, fand Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz. In der jüngsten Stadtratssitzung ging es um die seitens eines Investors angedachte Bebauung am Bahnhofsplatz und die Erstellung eines Rahmenplans. Ein Thema, mit dem sich das Gremium bereits mehrmals befasst hat.

Die Planung sieht einen südlichen Anbau an das ehemalige Postgebäude vor, das mit diesem durch einen Zwischenbau verbunden werden soll. Zudem soll ein weiterer kleinerer Anbau mit Dachterrasse nach Süden entstehen. Angedacht ist auch eine Tiefgarage, die sich unter dem Bahnhofsplatz erstreckt, mit Zu- und Abfahrt im Süden.

Letztere wurde aufgrund der Nähe zur Bahnschranke und der Querungshilfe kritisch gesehen. Durch die Bebauung müsste zudem eine Linde entfernt werden, und der Brunnen sowie das Stromdenkmal wären beeinträchtigt. In der Vergangenheit sprach sich der Stadtrat für eine Gesamtverkehrsplanung und ein Gesamtkonzept für das ganze Areal aus, da auch weitere Überlegungen bezüglich eines Ersatzbaus für den Bahnhof bestehen.

Die neuen Pläne von Architekt Joachim Staudinger sehen unter anderem eine Einbahnregelung für den Verkehr vom Kreisel her kommend vor, eine Sägezahnaufstellung der Busse an der Westseite und Schrägparkplätze an der Ostseite des Platzes. „Das hat den Charme, dass man mehr Freiflächen hat und die Fahrgasse größer wird,“ erläuterte Staudinger. Die Situation zwischen den Gebäuden könne nicht verändert werden. Dafür sieht der Plan zusätzliche Fahrradstellplätze vor, ebenso wie Arkaden bei der Umgestaltung des Bahnhofs. Außerdem sei die Sparkasse um einiges höher, verdeutlichte der Architekt. Die Gebäudenutzung sei offen. Bisher waren Arztpraxen im Gespräch. Im Erdgeschoss sei auch Gewerbe vorstellbar. Die Tiefgaragenzufahrt könne nicht besser gelöst werden. „Wenn wir da keine Vedichtung haben, gehen wir wieder in die Außenbereiche hinaus. Will man das?“, warf Staudinger als Frage auf.

„Ich finde die Tiefgaragen-Abfahrt persönlich ganz gelungen. Sie verschwindet im Gebäude,“ fand Pongratz. Ganz anderer Meinung war Michael Lechner (FW). Es ergebe sich ein „hochproblematischer Bereich“. Zudem stelle sich die Frage, ob man eine Vergrößerung des Gebäudes überhaupt wolle. Das sei schon ein Zugeständnis, bei dem zudem die Sichtachse vom Bahnhof auf die Stadt „dichtgemacht“ werde. Eine „Schluchtwirkung“ monierten Erhard Pohl und Stefan Griesbeck (beide CSU). Auf einem guten Weg wähnte Manfred Burger (Grüne) die Planung, wobei die Verkehrssituation, unter anderem wegen des Fußgängerüberweges, abzuklären sei. Die Höhe der Gebäude fand Paul Fertl (SPD) akzeptabel, betonte aber, dass ein Warteraum für Pendler dringend notwendig sei und verwirklicht werden müsse.

Mit 18 zu zwei Stimmen befürwortete der Stadtrat den vorläufigen Rahmenplan. Mit einigen Auflagen. Die Kreissparkasse müsse den Veränderungen schriftlich zustimmen. Das Ersatzgebäude für den Bahnhof sei weiter mit der Stadt abzustimmen. Zudem solle ein Verkehrsplaner eingeschaltet werden und der südliche Laubbaum könne bei guter Grünordnung gefällt werden. Zudem solle eine Lösung für Brunnen und Stromdenkmal aufgezeigt werden. Des weiteren sollen BOB und RVO in die Planungen mit eingebunden werden. 

maf

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