Umweltfreundliches Geld

Louisenthal in Gmund erhält Preis für bestes neues Nachhaltigkeitsprojekt

Louisenthal in Gmund
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Nachhaltigkeit wird in Louisenthal stets groß geschrieben. Dafür hat das Unternehmen nun einen Preis erhalten.

Gmund – Das Unternehmen Louistenthal in Gmund erhält den „Award for the Best New Environmental Sustainability Project“ der International Association of Currency Affairs.

Louisenthal ist mit dem „Award for the Best New Environmental Sustainability Project“ der International Association of Currency Affairs (IACA) ausgezeichnet worden. Dies ist einer der größten Verbände der Währungsindustrie und vergibt seit 2007 jährliche Branchenauszeichnungen. Louisenthal gehört zur G+D-Gruppe, die 2010 dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten ist.

„Ökologische Verantwortung, Nachhaltigkeit und ein respektvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen wurden bei Louisenthal schon immer groß geschrieben. Wie könnte es auch anders sein, wenn man bedenkt, in welch wunderbarer Landschaft die Standorte von Louisenthal und in Königstein liegen“, erklärt Clemens Berger, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Daher freut uns diese Auszeichnung umso mehr, mit der unser Engagement gewürdigt wird. 2019 beschlossen wir, unsere laufenden Nachhaltigkeitsprojekte mit Zahlen und Analysen zu unterfüttern, damit wir unsere Nachhaltigkeit messen und schrittweise entsprechend noch weiter verbessern können.“

Louisenthal hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige Banknote zu entwickeln – und dazu den gesamten Lebenszyklus einer Banknote unter die Lupe genommen.

  • Im ersten Schritt wurde der Anteil an Baumwolle aus Fairtrade und biologischem Anbau in den Substraten erhöht.
  • Anschließend wurden der Wasserverbrauch, die Produktionsbedingungen und die Nutzung von Energieressourcen überprüft.
  • Als dritte Maßnahme wurden Verfahren für einen umsichtigen Umgang mit Gefahrstoffen eingeführt.

Berger erläutert: „Das Thema Wasser ist mit vielen Emotionen behaftet. Louisenthal sitzt in einem Trinkwassereinzugsgebiet. Mit dem Bau unserer Papierfabrik in diesem Gebiet haben wir von Anfang an großen Wert auf die Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit unserer Prozesse gelegt. Im Hinblick auf die Wahrung der Wasserqualität befolgen wir die womöglich strengsten Regeln der Welt – und das tun wir gerne.“

In den vergangenen 15 Jahren hat Louisenthal mehr als 15 Millionen Euro in Nachhaltigkeit investiert. Zum Beispiel in effiziente, nachhaltige Heiz- und Kühlsysteme, die seit 2009 zu Stromeinsparungen in Höhe von rund 1,5 Gigawattstunden pro Jahr geführt haben, was etwa 600 Tonnen CO2 entspricht. Außerdem wurde der Wasserverbrauch mithilfe einer Kläranlage in neun Jahren um 40 Prozent reduziert – von 1.600 auf 900 Kubikmeter am Tag.

Für die Aufbereitung des Prozesswassers kommen Bakterien zum Einsatz. Wenn sie ihren Zweck erfüllt haben, werden sie abgeschieden und in einem Membranfiltrationssystem recycelt. Das aufbereitete Wasser wird in der Produktion wiederverwendet. 25 Prozent des von Louisenthal genutzten Stroms wird vor Ort von drei Wasserturbinen CO2-neutral und mit Kraft-Wärme-Kopplung generiert. Die Turbinen sind mit einer sensorgesteuerten, vollautomatischen Wasserzuführung ausgestattet, die nur so viel Wasser einspeist, wie tatsächlich benötigt wird. Der Großteil dieses Wassers wird anschließend in den Fluss zurückgeführt. ksl

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