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Machbarkeitsstudie: Radweg zwischen Gmund und Otterfing machbar

Radweg an der B318 bei Gmund-Dürnbach
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Entlang der B318 soll der Radschnellweg von Dürnbach nach Otterfing führen.
  • VonKatja Schlenker
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Gmund/Landkreis – Ein Radschnellweg zwischen Gmund und Otterfing wird derzeit geplant. Nun wurde am Tegernsee eine Machbarkeitsstudie vorgestellt.

Die Pläne für den Radschnellweg von Gmund nach Otterfing sind jüngst den Gemeinderäten am Tegernsee vorgestellt worden. Grundlage bildet eine sogenannte Machbarkeitsstudie, welche Vanessa Platz und Jonas Marwein von der Stuttgarter Bernard-Gruppe präsentierten.

Per Videoschalte erklärte der Projektingenieur für Verkehrsplanung den anwesenden Gemeinderäten, dass es 61 Trassenvarianten in neun Abschnitten und mit rund 80 Kilometern Länge zu analysieren gab. Diese sind anhand von 17 Kriterien bewertet worden. Die Vorzugstrasse, also quasi das Ideal, umfasst nun etwa 22 Kilometer. Die Kosten für deren Ausbau werden schätzungsweise zirka 11 Millionen Euro betragen. Bund und Freistaat würden diese Summe weitestgehend übernehmen. Auch für den 4,4 Kilometer langen Abschnitt durch die Gemeinde Gmund, dessen Ausbau rund 3 Millionen Euro kosten soll.

Getrennter Geh- und Radweg für Moosrain

Des Weiteren wurden für diese Vorzugstrasse um die 40 Steckbriefe erstellt, um die einzelnen Bereiche und deren Bedürfnisse zu ermitteln. So werde für Moosrain zum Beispiel ein getrennter Geh- und Radweg empfohlen, weil dort viele Fußgänger zu erwarten seien. Vorhandene Infrastruktur wie etwa der bestehende Radweg zwischen Dürnbach und Moosrain würde in die Planungen integriert. Generell sei geplant, die Trasse auf einer Breite von 3,50 Meter meist entlang der Bundesstraße B318 entlang zu führen. Auch eine Anbindung an Waakirchen soll es geben. Das Fazit der Machbarkeitsstudie lautet: Der Radschnellweg ist technisch umsetzbar, sodass empfohlen wird, das Projekt umzusetzen.

„Da werden wir noch ziemlich viele Diskussionen führen und Hirnschmalz reinstecken müssen“, lautete das erste Fazit von Bürgermeister Alfons Besel nach dem faktenreichen Vortrag. Martina Ettstaller (CSU) kritisierte, dass die Pläne öffentlich vorgestellt würden, ohne mit den betroffenen Grundstückseigentümern gesprochen zu haben. Gespräche würden jedoch erst Sinn machen, wenn eine Trasse feststehe, erklärte der Bürgermeister. Soweit sei man aber noch nicht, öffentliches Interesse bestehe jedoch bereits jetzt.

Radkonzept im Tegernseer Tal fortsetzen

Angesichts der Breite des Radwegs von 3,50 Meter zeigten sich einige der Gemeinderäte bestürzt, jedoch müsse man visionär denken, sagte Michael Huber (Grüne): „Wir müssen uns darauf einlassen, dass Radfahrer mehr Platz brauchen, wenn wir diese Mobilitätsform wollen.“ Zudem dürfe nicht in Gmund Schluss sein und dann würden alle im Tegernseer Tal wieder durcheinander fahren, wie es aktuell der Fall sei.

Am Ende votierten die Gemeinderäte einstimmig dafür, dass Bürgermeister Alfons Besel weitere Planungen einleiten darf. ksl

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