Extrem lustig mit viel Tiefgang

Marcus H. Rosenmüller zeigt neuen Film „Beckenrand Sheriff“ in Hausham

Kinostart von „Beckenrand Sheriff“ in Hausham
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Beste Laune beim Kinostart von „Beckenrand Sheriff“ in Hausham: (v.l.) Schauspieler Dimitri Abold (Sali), Katha Sohnius, Produzentin Julia Rappold und Regisseur Marcus H. Rosenmüller.

Hausham – Zum Start seines neuen Films „Beckenrand Sheriff“ hat der Haushamer Regisseur Marcus H. Rosenmüller das Oberland-Kinocenter besucht.

„Nein!? – Doch! – Ohh!!“ – bei diesem von Marcus H. Rosenmüller in seinem neuen Film als Hommage an den großartigen und unvergessenen Louis de Funès eingebauten Dialog lag das Kinopublikum sprichwörtlich vor Lachen auf dem Boden. Und das war beileibe nicht die einzige Szene, die beim Filmstart von „Beckenrand Sheriff“ vergangene Woche im Oberland-Kinocenter in Hausham zu Lachattacken führte. Dabei ist der Film nicht nur ein reiner Klamaukstreifen. Er erzählt auch eine tiefgründige und einfühlsame Geschichte von Heimat sowie Freundschaft und, dass diese mit keinem Geld der Welt zu bezahlen ist.

„Daheim bin ich immer b‘sonders auf´gregt“, gestand Marcus H. Rosenmüller, der auf Einladung des Oberland-Kinocenters und zur Freude seiner großen Fangemeinde zum Filmstart von „Beckenrand Sheriff“ gekommen war. In seinem neuen Film wird die Geschichte des Freibads Grubberg erzählt, das wegen Unrentabilität geschlossen werden soll. Dagegen begehrt Schwimmmeister Karl Kruse auf und startet zur Rettung ein Bürgerbegehren.

Erinnerungen ans Freibad in Schliersee

Da Kruse aber 30 Jahre lang die Badegäste nur drangsaliert hat, geht das anfangs gründlich schief. Ihm treu zur Seite steht Aushilfsbademeister und Nichtschwimmer Sali, ein nigerianischer Flüchtling, der schnellstens nach Kanada möchte. Doch dann lernt Sali Ex-Profischwimmerin Lisa kennen, die nachts im Freibad heimlich trainiert und ihm das Schwimmen beibringt. Just Lisas Vater ist es aber, der das Freibadgelände mit Tiny-Häusern im Landhausstil zupflastern möchte. Schön langsam wendet sich dann alles doch zum Guten.

Ein wirklich herrlicher Spaß, der aber auch ein tatsächliches Problem thematisiert: „Was braucht’s denn im Sommer mehr als Wasser und einen 5er-Sprungturm? Ich lag oft in Schliersee im Freibad und hab bei dem ganzen Gekreische, Gegockl und Geschnatter g‘wusst, ich verpass nix. So wenig braucht es zum Glück“, meinte Rosenmüller und ergänzte: „Viele Bäder mussten schon schließen, weil es hieß, dass sie nicht lukrativ sind. Ich frage mich hingegen, warum es gerade in einer Zeit der Vorurteile und Pauschalisierungen nicht lohnenswert sein sollte, Orte der Begegnung, Freundschaft und Heimat zu erhalten. Tun wir das nicht, befürchte ich, dass diejenigen, die vorm Bildschirm sitzen, irgendeinen Schmarrn schreiben und dabei in einen Strudel von Unwahrheiten geraten, immer mehr werden.“

In der Oberpfalz und Waldkraiburg gedreht

Für seinen eindringlichen Appell bekam Rosenmüller dann auch langanhaltenden Beifall. Gedreht wurde „Beckenrand Sheriff“ in Pleystein in der Oberpfalz und in Waldkraiburg in den Monaten September und Oktober. „Beim Wetter hatten wir das Glück vom Goaß-Peter“, erinnerte sich Rosenmüller. Wobei auch Produktion und Dreharbeiten flott vonstatten gingen. Im Vergleich zu „Trautmann“, für dessen Fertigstellung rund elf Jahre notwendig waren, war „Beckenrand Sheriff“ in rund zweieinhalb Jahren im Kasten.

Wie Katha Sohnius, Marketingleiterin der Kinokette Wolf, sagte, seien nach dem Lockdown Filme wie „Beckenrand Sheriff“ für Kinos ein Geschenk des Himmels. Mit rund 50 Prozent Auslastung sei der Betrieb jetzt halbwegs rentabel. „Wir wollen uns nicht beklagen und wow, es war auch echt schön, zu erleben, dass uns unser Publikum nach so langer Zeit nicht vergessen hat.“ Mit der 3G-Regel gebe es außerdem klare Verhältnisse, wobei eine Online-Reservierung den Ablauf erleichtert. „Beckenrand Sheriff“ läuft aktuell im Oberland-Kinocenter und im Isar-Kinocenter Bad Tölz. hac

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