„Es kann nur besser werden“

Markt Holzkirchen schreibt Wettbewerb zur Bahnhofs-Neugestaltung aus

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Aus dem wenig ansprechenden Holzkirchner Bahnhof soll eine attraktive Visitenkarte der Marktgemeinde werden.

Holzkirchen – Ein Aushängeschild ist der Holzkirchner Bahnhof wirklich nicht. Das soll sich jetzt ändern: Bei der letzten Marktgemeinderatssitzung vor Weihnachten stellte Jana Keller vom Bauamt die Idee für dessen Neugestaltung samt Kosten- und Zeitplan vor. Einig ist sich der Gemeinderat, dass kein zweites Einkaufszentrum entstehen soll. Einstimmig beschloss das Gremium dann, dass die Umgestaltung zügig angegangen werden soll. Denn, so fasste Hans Putzer (SPD) die gegenwärtige Situation zusammen: „Es kann nur besser werden.“

Mittels eines städtebaulichen Wettbewerbs soll das zirka elf Hektar große Bahnhofsgelände also jetzt mit Einverständnis der Deutschen Bahn (DB)und anliegenden Grundstückseignern überplant werden. Aus dem schnöden Bahnhof soll eine moderne und attraktive Mobilitätsdrehscheibe entstehen. „Schließlich nutzen täglich etwa 1600 Menschen den Bahnhof“, stellte Bürgermeister Olaf von Löwis fest. Erstrecken wird sich Ausschreibung in etwa auf die Fläche vom Atrium bis zu den südlichen Parkplätzen im Westen der Gleise und einem schmalen Streifen auf der Ostseite. Der Wettbewerb werde, wie Projektmanagerin Keller erklärte, seitens der Verwaltung bereits im Januar vorbereitet. Für die Durchführung wird dann ein externes Büro beauftragt. Der eigentliche Wettbewerb soll Anfang 2020 starten. Mit dem Beginn der Bauleitplanung rechnet Keller bis spätestens Herbst 2020. Das Projekt soll von einem Büro für Bürgerbeteiligung begleitet werden.

Die Kosten für den Wettbewerb inklusive Vorbereitung, Bürgerbeteiligung, Gutachten und Preisgelder veranschlagte Keller auf 210.000 Euro. Die Bauleitplanung ist mit 90.000 Euro eingepreist. Inklusive eines 15-prozentigen Risikozuschlages kommen somit insgesamt 345.000 Euro zusammen. Mit Ausnahme der Bauleitplanung soll es dafür aber eine Förderung des Freistaates von 40 Prozent geben. Dazu meinte Vizebürgermeisterin Elisabeth Dasch (SPD): „Das ist ja fast wie ein Weihnachtsgeschenk.“ Gleichzeitig mahnte sie aber, darauf zu achten, dass der DB keine Versprechen gemacht werden, bevor das Gelände nicht auch von der DB entwidmet wird. Tatsächlich soll dies laut Gemeindechef von Löwis auch ein Wunsch der Bahn selbst sein. Daher gilt es, wie er sagte, diese Win-win-Situation zu nutzen und zu den Bedingungen der Marktgemeinde eine deutliche Optimierung des ruhenden und fließenden Verkehrs zu erreichen. Wie von Löwis auf Nachfrage von Hubert Müller (FWG) versprach, sollen in die Ausschreibungskriterien auch frühere Planungsansätze wie etwa das Parkhaus an der Erlkamer-Straße mit aufgenommen werden. hac

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