Erkrankter ist am vergangenen Freitag nach Tegernsee gereist / Behörde rät zu Impfung

Masernfall: Miesbacher Gesundheitsamt sucht dringend Kontaktpersonen

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Das Landratsamt Miesbach bittet dringend diejenigen, die mit dem erkrankten Mann Kontakt gehabt haben könnten, sich beim Gesundheitsamt zu melden.

Miesbach/Landkreis – Der Fachbereich Gesundheit des Landratsamtes Miesbach sucht Kontaktpersonen eines Mannes, der akut an Masern erkrankt ist. Er ist am Freitag, 6. September, mit einem Reisebus von Mainz nach München gefahren. Von dort reiste er am Abend mit der Bayerischen Oberlandbahn nach Tegernsee. Dem Fachbereich wurde die Erkrankung von einem Labor gemeldet. Mit weiteren Folgeerkrankungen müsse gerechnet werden, warnt das Landratsamt.

„Eine Masernerkrankung ist bereits bis zu fünf Tage vor dem typischen Hautausschlag ansteckend“, informiert das Landratsamt. In diesem Zeitraum reiste der jetzt Erkrankte mittels Flixbus von Mainz nach München. Die Abfahrt in Mainz war um 9.55 Uhr. Von München reiste er zwischen 17 und 19 Uhr mit der BOB weiter nach Tegernsee. „Personen, die am 6. September 2019 ebenfalls mit diesem Flixbus von Mainz nach München gereist sind oder zwischen 17:00 Uhr und 19:00 Uhr die BOB nach Tegernsee benutzt haben, sollten umgehend, in Rücksprache mit ihrem Hausarzt, ihren Impfstatus überprüfen und bei fehlendem oder unvollständigem Impfschutz eine Impfung gegen Masern nachholen“, informiert das Landratsamt. Masern sind eine hochansteckende Infektionskrankheit. Bereits ein flüchtiger kurzer Kontakt in einem Raum kann für eine Ansteckung ausreichend sein. Bei ungeimpften oder nicht ausreichend geimpften Kontaktpersonen kann der Ausbruch der Masern durch eine rechtzeitige Impfung, möglichst innerhalb von drei Tagen nach dem Kontakt, noch wirksam unterdrückt werden. „Aber auch nach einem bereits länger zurückliegenden Kontakt kann die Impfung die Schwere der Masernerkrankung noch günstig beeinflussen“, erklärt das Landratsamt.
Die Symptome einer Masernerkrankung sind zu Beginn noch unspezifisch. Auftreten können mit Fieber, Husten, Schnupfen und Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum. Erst nach einigen Tagen bildet sich der typische Haut­ausschlag, der meist im Gesicht und hinter den Ohren beginnt und sich dann über den ganzen Körper ausbreitet. Das Amt warnt: Eine Masern-Infektion ist keine harmlose Krankheit, denn bei etwa jedem zehnten Erkrankten treten Komplikationen wie Mittelohr- oder Lungenentzündung auf. Eine besonders gefürchtete Komplikation der Masern-Erkrankung ist die Gehirnentzündung, die zu bleibenden Schäden oder sogar zum Tod führen kann.
An Masern kann jeder erkranken, der die Infektion noch nicht durchgemacht hat oder nicht ausreichend durch eine zweimalige Impfung, in der Kindheit oder eine einmalige Impfung im Erwachsenenalter geschützt ist. Um eine Verbreitung zu verhindern sei eine Impfquote von mindestens 95 Prozent der Gesamtbevölkerung erforderlich, erklärt das Landratsamt. Bei bayerischen Schulkindern liege die Quote für zwei Masernimpfungen bei 92,2 Prozent und damit knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 92,9 Prozent.
Mögliche Kontaktpersonen melden sich bitte beim Fachbereich Gesundheit am Landratsamt Miesbach, Wendelsteinstraße 1, unter Telefon 08025/7044300. she

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