Mehr Bewegung im Herzstück

Stadtrat beschließt für den Marktplatz maximale Parkdauer von einer Stunde

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An der Regelung mit Parkschein ändert sich nichts, die maximale Parkdauer soll auf dem Marktplatz künftig nur noch ein Stunde betragen.

Miesbach – Im Zentrum sollen in erster Linie Besucher und Kunden parken. Auch wer nur mal schnell Brotzeit beim Bäcker oder Metzger holt, soll einen Parkplatz finden. Deshalb diskutierte der Stadtrat am Donnerstagabend, ob ein paar Kurzzeitstellplätze am Marktplatz ausgewiesen werden sollten. Das Ergebnis: Auf dem gesamten Platz soll kein Auto länger als eine Stunde parken.

Für seinen Vorstoß erntete Franz Mayer breite Zustimmung. „Das ist das Herzstück von Miesbach“, betonte der CSU-Sprecher, „da brauche ich nicht länger stehen“. Bürgermeisterin Ingrid Pongratz nannte den Vorschlag „charmant“, Manfred Burger bezeichnete ihn als „interessant“. Michael Lechner (FWG) zeigte sich ebenfalls angetan. „Das sind die wertvollsten Parkplätze, dort sollte möglichst viel Wechsel stattfinden“, sagte er. Wer länger parken möchte, habe am Habererplatz die Möglichkeit, ergänzte Pongratz. Auch an der Rathausstraße werden weiterhin zweieinhalb Stunden möglich sein. Zuvor hatte das Gremium diskutiert, am Marktplatz Kurzzeitstellplätze zu schaffen. Wer nämlich nicht kurz das Auto abstellen kann, um etwa Brezen zu holen, wird sich diese eher beim Supermarkt kaufen, befürchtet Paul Fertl (SPD). Um dieses kurze Parken zu ermöglichen, wäre es allerdings nötig, die auf dem gesamten Platz geltende und durch Zonenschilder ausgewiesene Regelung mit den Parkscheinen in Bereichen aufzuheben – durch zusätzliche Schilder. „Das macht‘s nicht schöner“, findet Stefan Griesbeck (CSU). Zudem würden Ausnahmen für Verwirrung sorgen.

Schließlich stellte Alfred Mittermaier (CSU) den formalen Antrag zu Mayers Vorschlag, die maximale Parkdauer auf dem Marktplatz auf eine Stunde zu begrenzen. Ein Euro soll dafür fällig werden, eine halbe Stunde weiter frei bleiben. Lediglich Fraktionskollegin Verena Assum findet „eine Stunde schon knapp“ und stimmte dagegen.

Vorerst wird der Beschluss aber nicht umgesetzt, sondern soll mit der GWM besprochen werden. „Ich bin persönlich schon dafür“, sagte Markus Seemüller (FWG). Da aber der Arbeitskreis Marktplatz bei der Umgestaltung offen und konstruktiv mit den Geschäftsleuten zusammenarbeitete, wollte Seemüller die Neuregelung auch nicht einführen, ohne die Ladenbesitzer eingebunden zu haben. Dem folgte das Gremium. Und Bauamtsleiter Lutz Breitwieser gab zu bedenken, dass auch die technische Umsetzung mit den für die gesamte Stadt einheitlichen Parkscheinautomaten noch zu prüfen sei. ft

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