Meilenstein für Geothermie: Probeweise Einspeisung ins Netz

Das erste Geld aus Holzkirchner Ökostrom

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Der Probebetrieb zur Stromerzeugung aus Geothermie in Holzkirchen läuft. Krunoslav Ivic (Firma Helb) prüft die Sensorleitungen der Turbine.

Holzkirchen – Aus gut fünf Kilometern Tiefe unter Holzkirchen strömt heißes Wasser an die Oberfläche. Genutzt wird es doppelt: sowohl für die Wärme- als auch die Stromproduktion.

Bei letzterer haben die Verantwortlichen nun einen weiteren „Meilenstein in der umwelt- und klimafreundlichen Energieerzeugung“ geschafft, freut sich Gemeindewerke-Geschäftsführer Albert Götz. Zum ersten Mal wurde probeweise Strom ins Netz eingespeist. Für kurze Zeit, teilen die Gemeindewerke mit, sei vergangene Woche geothermisch erzeugter Strom ins öffentliche Netz geflossen, 600 Kilowatt. Damit hat auch der Vergütungszeitraum im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) zu laufen begonnen. Für jede ins Netz gelieferte Kilowattstunde Strom gibt‘s in den kommenden 20 Jahren 25,20 Cent. „Das Stromkraftwerk ist das wichtigste finanzielle Standbein der Holzkirchner Geothermieanlage und wird einen erheblichen Beitrag zu dessen Refinanzierung leisten“, heißt es in der Mitteilung. Rund 40 Millionen Euro wurden in die Holzkirchner Geothermie-Anlage investiert. Sie versorgt bereits ein Fernwärmenetz, nun geht‘s an die Stromproduktion. Im Regelbetrieb sollen dauerhaft über drei Megawatt Strom ins Netz geliefert werden. Davon „ist man jedoch noch ein Stück entfernt“, teilen die Gemeindewerke mit. „Die erstmalige Stromproduktion erfolgte im Rahmen des Probebetriebs, der dazu dient, alle Betriebsparameter miteinander abzugleichen, alle Anlagenteile zu synchronisieren und den gesamten Betrieb zu optimieren.“ Ein Expertenteam des Kraftwerkherstellers Turboden ist derzeit auf dem Holzkirchner Geothermiegelände mit diesen Aufgaben beschäftigt. Gemeindewerke-Geschäftsführer Götz ist zufrieden und sieht das Projekt „auf einem guten Weg, auch wenn im Zuge des Probebetriebs durchaus noch der eine oder andere größere Eingriff notwendig werden kann. Das ist zur Optimierung solcher Anlagen normal“.               ft

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