Zone wird nicht erneut erweitert

ALB: Fällarbeiten in Miesbach – so ist der aktuelle Stand

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Stück für Stück von oben, gesichert von einem Kran, wurde der große Baum an der Schlierseer Straße in Miesbach umgeschnitten. Es war der finale Akt der ALB-Fällmaßnahme in der Innenstadt.

Miesbach – Die ALB-Quarantänezone muss nicht erneut erweitert werden. Die Fällarbeiten in der Innenstadt sind nun abgeschlossen. Im Südosten geht es noch weiter.

Es ist ziemlich licht geworden in einigen Teilen der Stadt. Miesbach hat, wie befürchtet und prophezeit, sein Erscheinungsbild verändert. Schuld ist der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB), der im vergangenen Sommer gefunden wurde und es nötig machte, dass zahlreiche Bäume gefällt wurden. Im Stadtgebiet ist die Maßnahme erst einmal abgeschlossen.

Am Montag (18. Mai) rückten die Arbeiter aber nochmal mit großem Gerät an: Ein Kran war nötig, um einen großen Baum an der Schlierseer Straße sicher und stückweise zu beseitigen. In der Woche zuvor waren einzelne, noch zu entnehmende Bäume im Waitzinger Park und am Amtsgericht gefällt und die Maßnahme in der Riviera abgeschlossen worden. Damit sind die Arbeiten in der nördlichen Erweiterung der Fällzone erledigt. Eine erneute Ausdehnung ist nicht nötig. Zwar wurden laut Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) wieder Eiablagen und Larven gefunden, doch sie liegen zum einen so, „dass sie keine Zonenerweiterung bewirken, und zum anderen wurden bei den Fällungen Holzproben entnommen, die noch im Freisinger Labor untersucht und ausgewertet werden“.

Dennoch müssen noch weitere Bäume weg, denn im erweiterten Radius im Südosten, also in Richtung Stadlberg, „werden die Fällungen noch folgen, nach Anhörung und Bescheid der betroffenen Privatpersonen“, wie LfL-Sprecherin Elke Zahner-Meike erklärt.

Zuletzt hatten sich die Arbeiten etwas verzögert, bedingt durch den Artenschutz, wie die Landesanstalt für Landwirtschaft berichtet. Die meisten der gefundenen Nester waren leer, für alle anderen fanden sich mit Unterstützung des Landesbundes für Vogelschutz Lösungen. So konnte zum Beispiel das Entennest auf der Insel in der Riviera versetzt werden. „Die Entenmutter hat den Umzug akzeptiert und ihre Jungen wieder gewärmt“, erklärt die Landesanstalt für Landwirtschaft. ft

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