AELF Holzkirchen informiert

ALB: Diese besonderen Regeln müssen Waldbesitzer einhalten

+
So sieht er aus, der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB), der Miesbach in Aufruhr hält.

Miesbach – Ein kleiner Käfer sorgt für großen Ärger – und das nicht nur in der Stadt, sondern auch im Umland von Miesbach. Denn von den Maßnahmen gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) sind auch Waldbesitzer betroffen. Und das in mehrfacher Hinsicht.

In der sogenannten Quarantänezone rund um Miesbach – einem Zwei-Kilometer-Radius – sind über 150 Waldbesitzer betroffen, wie Christian Webert vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Holzkirchen berichtet. Bei einer Infoveranstaltung im Waitzinger Keller hat er jüngst Fakten vorgestellt und Hinweise gegeben. So werden etwa 315 Hektar Wald und 560 Flurstücke von den Maßnahmen gegen den ALB berührt. „Bisher haben wir keinen Befall direkt im Wald gehabt“, sagt er. Dennoch werden auch dort vorbeugend Gehölze entnommen. Ähnlich wie die Mitarbeiter der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) kontrollieren die Mitarbeiter des AELF regelmäßig unter anderem mit Ferngläsern und Spürhunden die Bäume.

Weitere Fragen zum ALB beantworten die LfL und das AELF:

  • online im Internet,
  • an fünf Tagen pro Woche über die Hotline 08161/715730 (Montag bis Mittwoch und Freitag, 9 bis 12 Uhr, sowie Donnerstag, 13 bis 16 Uhr),
  • über die E-Mail-Adresse ALB@LfL.bayern.de
  • Unterlagen und Formulare für Waldbesitzer gibt es ebenfalls online.

Unterdessen sind Waldbesitzer angehalten, einige Regeln einzuhalten. „Laubholz, das aus der Quarantänezone gebracht werden soll, muss vorher durch das AELF kontrolliert werden“, erklärt Christian Webert und bittet darum, dass dies bis spätestens einen Monat vor Hiebsbeginn passiert. Ansonsten ist der Transport der 16 spezifizierten Laubholzarten als Schnittgut, Brennholz und Stammholz innerhalb und aus der Quarantänezone heraus verboten. Dies gilt ausnahmslos für den städtischen Bereich ebenso wie für offene Flächen und Wälder. „Nur so kann verhindert werden, dass sich der ALB innerhalb dieses Gebietes ausbreitet“, erklärt Frank Nüßer von der LfL, die die Maßnahmen gegen den ALB in Miesbach maßgeblich koordiniert. „Weitere Befallsherde und das Ausweiten der Quarantänezone wären die Folge.“ Bei einigen Waldbesitzern, die bei der Infoversammlung im Waitzinger Keller dabei gewesen sind, haben diese strengen Regeln für Unmut gesorgt. Zumal der Käfer momentan inaktiv ist.

Jedoch sind die Larven des ALB überaus widerstandsfähig, halten hohe Temperaturen ebenso aus wie niedrige bis zu minus 40 Grad Celsius. Darin besteht die Gefahr. Deswegen wird Miesbach sich stark verändern. Die LfL hat zudem einen Sammelplatz auf der Volksfestwiese eingerichtet, denn das in der Quarantänezone anfallende Laubholzschnittgut ist grundsätzlich unter amtlicher Aufsicht zu entsorgen. Am besten sei, auf den Schnitt von Laubgehölzen zunächst gänzlich zu verzichten.Unproblematisch ist hingegen der Transport von Laubholz aus Wäldern außerhalb in die Quarantänezone hinein sowie durch diese hindurch. Und: „Stammt das Holz von Nadelgehölz, ist jegliches Verbringen inner- und außerhalb der Zone ohne Weiteres möglich“, sagt Frank Nüßer. ksl

Auch interessant

Meistgelesen

Letzter Neujahrsempfang als Miesbachs Bürgermeisterin
Letzter Neujahrsempfang als Miesbachs Bürgermeisterin
Neueröffnung Orient Mark-Et
Neueröffnung Orient Mark-Et
Freie Wähler Waakirchen nominieren Kandidaten für Bürgermeisteramt
Freie Wähler Waakirchen nominieren Kandidaten für Bürgermeisteramt
Wie Senioren in Miesbach von einem Computer fit gehalten werden
Wie Senioren in Miesbach von einem Computer fit gehalten werden

Kommentare