Stadtrat entscheidet

Miesbachs Suche nach einem neuen Bolzplatz: Diese Möglichkeiten gibt es

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Der Waitzinger Park in Miesbach soll Park bleiben. Es wird nicht geprüft, ob er sich als Standort für einen Bolzplatz eignet.

Miesbach – Der Waitzinger Park ist keine Option für einen neuen Bolzplatz – darauf hat sich der Stadtrat geeinigt. Nun wird nach neuen Flächen in Miesbach gesucht.

Wenn am Gschwendt gebaut wird, gibt es – zumindest offiziell – keinen Bolzplatz mehr. Ersatz soll her. Und am besten gleich noch mehr Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Miesbach entstehen. Deshalb haben Astrid Güldner (Grüne), Markus Seemüller (FWG) und Paul Fertl (SPD) zur jüngsten Stadtratssitzung den gemeinsamen Antrag gestellt, Riviera und Waitzinger Park dahingehend zu überprüfen, ob dort ein Bolzplatz errichtet werden kann. Ein Standort fiel im Gremium durch, ein anderer kam hinzu.

„Das sind zwei gänzlich unterschiedliche Bereiche“, sagte Erhard Pohl (CSU) gleich zu Beginn der Diskussion und beantragte erfolgreich, gesondert abzustimmen. Sein Fraktionskollege Franz Mayer nannte den Waitzinger Park ein No-Go und erinnerte an einen Beschluss, dort keine Bebauung zuzulassen. „Den müssten wir aufheben“, sagte er. Allerdings sei ein Bolzplatz neben einem stark frequentierten Parkplatz doch völlig ungeeignet.

Die Riviera hingegen sei „sich wert zu prüfen“, zudem könnte er sich eine brach liegende Grünfläche im Gewerbegebiet-Nord vorstellen. Der Grund gehört der Stadt und solange es zur Wasserschutzzone keine Entscheidung gibt, stehe die Fläche auch zur Verfügung. „Das ist halt ein bisschen weit weg vom Schuss“, sagte Seemüller. Generell findet er, gebe es in der Stadt hinsichtlich der Freizeitmöglichkeiten für 13- bis 18-Jährige ein Defizit. Für den Erhalt des Bolzplatzes wurde sogar im Stadtrat demonstriert.

Inge Jooß (SPD) plädierte dafür, an verschiedenen Stellen Möglichkeiten zu suchen. Walter Fraunhofer (SPD/parteilos) sprach sich dafür aus, sowohl die Riviera als auch das Gewerbegebiet und den Waitzinger Park zu prüfen. Letzteren hält Manfred Burger (Grüne) für nicht geeignet. Auch Güldner ist die Riviera lieber, von vornherein ausschließen wolle sie aber nichts.

„Ich verstehe nicht, warum man eine Prüfung ablehnte“, sagte Fertl. „Das schränkt doch schon wieder ein.“ Verena Assum (CSU) entgegnete: „Wenn ich etwas nicht will, brauche ich auch nicht prüfen.“ Sie sei absolut gegen den Waitzinger Park.

Mayer und Burger sahen eine Prüfung dieser Fläche auch hinsichtlich des ALB-Ausnahmeantrags problematisch. „Das beißt sich“, sagte Mayer, weil der Antrag wegen der ökologischen und kulturellen Bedeutung gestellt wurde. Pohl setzt weiter auf ein pragmatische Lösung und die verbleibende Grünfläche am Gschwendt. „Lasst die Kinder da oben einfach machen“, sagte er. Fest aufgebaute Tore und Netze sind dort nicht möglich.

Am Ende beschloss der Stadtrat einstimmig, die Riviera und die Fläche am Gewerbegebiet-Nord zu prüfen – Letztere auf Anregung von Astrid Güldner – und zudem daraufhin, ob dort auch ein Skaterplatz möglich ist. Eine Prüfung des Waitzinger Parks wird es nicht geben. Es herrschte ein Stimmenpatt (10:10), womit der Antrag abgelehnt wurde. Wann am Gschwendt gebaut wird, ist derzeit noch offenft

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