Mit der Kreissparkasse Miesabch-Tegernsee

Christine Göttfried aus Kreuth gründet Stiftung für Inklusion

Christine Göttfried im Miesbacher Sparkassensaal mit Ricco Liske, Martin Mihalovits und Luitpold Grabmeyer.
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Die „Christine-Göttfried-Stiftung für Inklusion“ präsentierte Initiatorin Christine Göttfried im Sparkassensaal mit (v.l.) Ricco Liske, Martin Mihalovits und Luitpold Grabmeyer.

Miesbach – Christine Göttfried engagiert sich für Menschen mit Behinderung. Die Kreutherin hat jetzt sogar mit der Kreissparkasse eine eigene Stiftung ins Leben gerufen.

„Ich bin eine Kämpferin und gebe nicht auf“, sagt Christine Göttfried von sich. Seit Jahren engagiert sich die Kreutherin für Menschen mit Behinderung. Mittlerweile 20 Jahre hat sie das Amt der Behindertenbeauftragten in ihrer Gemeinde inne. Jetzt hat sich Göttfried zu einem nächsten Schritt entschlossen, um ihr Engagement noch zu intensivieren: In Kooperation mit der Stiftergemeinschaft der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee hat sie die „Christine-Göttfried-Stiftung für Inklusion“ ins Leben gerufen. Im Sparkassensaal in Miesbach stellte Göttfried ihre Idee im Beisein von Kreissparkassenleiter Martin Mihalovits, dem Stiftungsexperten Luitpold Grabmeyer und dem Kreuther Filialleiter Ricco Liske vor.

„Als Kind habe ich festgestellt, dass es Menschen mit Behinderung teils schwer haben in unserer Gesellschaft“, sagte Göttfried. Ihre Eltern hätten sich gegen alle Widerstände aber dafür eingesetzt, dass sie statt in eine Förderschule in eine „normale“ Schule gehen konnte: „Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar.“ So konnte sie das Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap von Kindheit an erleben, das ihr Motivation für ihr Engagement im Erwachsenenalter geben sollte.

In der Zeit als Senioren- und Behindertenbeauftragte ihrer Heimatgemeinde hat sie viele Projekte ins Leben gerufen, an denen Senioren, Menschen mit und ohne Behinderung zusammen teilnehmen. 2015 kam dann ein entscheidender Moment. Göttfried machte Bekanntschaft mit der Firma Tessier, die Sportgeräte für Menschen mit Behinderung herstellt. Mithilfe eines Skisitzgerätes begann sie am Hirschberg selbst Ski zu fahren.

„Da habe ich meine Leidenschaft fürs Skifahren und den Schnee entdeckt“, erinnert sich Göttfried. Damals sei ihr „eine neue Welt aufgegangen“ und diese Begeisterung habe sie weitergeben wollen. 2017 rief sie deshalb den Göttfried-Inklusions-Cup ins Leben, der mittlerweile viermal erfolgreich stattgefunden hat. Der Erlös aus einer Tombola half dabei, neue Sportgeräte anzuschaffen. Dank des großen Erfolges entstand 2018 wiederum der Verein „Freundeskreis Inklusion Tegernsee (FIT)“.

„Ich will, dass es weitergeht“, sagte Göttfried. Auch angesichts der schwierigen Situation in Corona-Zeiten: „Mein Ziel ist Gemeinsamkeit, es gibt nicht eine Welt für Menschen mit Behinderung und eine für Menschen ohne Behinderung.“ Da sie aber nicht alles mit ihrem eigenen Vermögen stemmen könne, sei ihr der Gedanke einer Stiftung gekommen, der nun mithilfe der Siftungsstruktur der Kreissparkasse verwirklicht wird. Geplant ist die Förderung von weiteren (Sport-)Projekten in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz für Senioren und Behinderte. Dabei sollen neben Ski- und Wintersportarten auch Alternativen für den Sommer entwickelt werden. Ein konkretes Projekt habe der Verein schon im Auge, verriet sie: Die Anschaffung eines behindertengerechten Segelbootes. „Natürlich sind dann auch Nicht-Behinderte herzlich eingeladen, mitzufahren“, betonte Göttfried.

„Wir fühlen uns ihren Ideen verbunden“, erklärte Mihalovits und dankte zugleich Liske, von dem die Stifterin durch seine Beratung die größte Unterstützung erhalten habe: „Hier ist Zeit wirklich wichtiger als Geld.“ Da auch der Stiftungsrat bereits so gut wie vollzählig ist, konnte Christine Göttfried zum Abschluss der Veranstaltung den Stiftungsvertrag mit ihrer Unterschrift besiegeln. ger

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