Mehrere Themenschwerpunkte besprochen

Delegation des Miesbacher Kreistags besucht Südtirol

Mehrere interessante Punkte standen für die Delegation aus Miesbach auf dem Programm.
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Mehrere interessante Punkte standen für die Delegation aus Miesbach auf dem Programm.

Landkreis – Eine Delegation des Miesbacher Kreistages ist in Bozen und Mals zu Gast gewesen, um sich dort mit mehreren Themenschwerpunkten auseinander zu setzen.

Vor Kurzem unternahm eine Delegation des Kreistages Miesbach eine Informationsfahrt nach Bozen und Mals im Vinschgau. Am ersten Tag wurde in Bozen der Noi-Techpark Südtirol besichtigt. Dort finden Unternehmen, Universität und Forschungseinrichtungen den Raum für Forschung und Innovation in verschiedenen Technologiefeldern, die Südtirols Stärken darstellen. In einer mehrstündigen Führung konnten sich die Mitglieder des Kreistages ein Bild über das Leistungsspektrum verschaffen.

Danach führte die Reise nach Mals, wo die Delegation im ersten Anlauf eine Naturkäserei besichtigen konnte. Danach stand ein Besuch bei Bürgermeister Ulrich Veith auf dem Programm. Er gab einen Überblick über Mals und seine Ortsteile. Anschließend wurden die Themen Elektrifizierung der Bahnstrecke Meran–Mals, erneuerbare Energien, Pestizidverbot und auch die bauliche Entwicklung der Gemeinde vorgestellt.

  • Vinschgerbahn: Mit fast zwei Millionen Fahrgästen pro Jahr hat die Vinschgerbahn die ursprünglichen Erwartungen weit übertroffen und ihre Kapazitätsobergrenze längst erreicht. Die Elektrifizierung der Bahnlinie ist Teil eines Gesamtkonzeptes für den lokalen Bahnverkehr in Südtirol mit dem Ziel, die lokale Eisenbahn weiter zu stärken als Rückgrat einer nachhaltigen Mobilität, sodass die Eisenbahn für möglichst viele Zielgruppen die bessere Alternative wird. Alle Bahnhöfe und Haltestellen sind mit erhöhten Bahnsteigen ausgerüstet, die ein barrierefreies Ein- und Aussteigen ermöglichen. Die eingleisige Vinschger-Bahnlinie ist im Besitz der landeseigenen In-House-Gesellschaft STA und wird von dieser geführt.
  • Stromversorgung: Im Dezember 2015 erwarben die sechs Gemeinden Graun, Mals, Taufers, Glurns, Schluderns und Laas das Ex-Enel-Stromnetz im jeweiligen Gemeindegebiet, ebenso nahm die Gemeinde Schlanders das Restnetz in ihr Eigentum. Nebenbei startete die Genossenschaft den Stromverkauf und öffnete sich damit auch Privaten mit dem Angebot der Mitgliedschaft. Mit dem etwa 450 Kilometer langen Stromnetz und den dazugehörenden Anlagen und Infrastrukturen werden rund 8.500 Stromabnehmer mit elektrischer Energie versorgt. Der Fokus liegt auf einer sicheren und zuverlässigen Energieversorgung. Den eingeschlagenen Weg der eigenständigen, dezentralen, ökologisch und sozial verträglichen Energieversorgung ist man mittlerweile ein weites Stück gegangen und dem Bestreben, den Vinsch­gau zu einem Tal ohne fossile Brennstoffe zu machen, ein gutes Stück näher gekommen.
  • Pestizide: Im September 2014 konnten die Malser Bürger im Rahmen einer Volksabstimmung über eine pestizidfreie Gemeinde abstimmen. Mit fast 76 Prozent sprachen sie sich dafür aus. Dieser Wunsch wird von der Gemeinde umgesetzt – und noch mehr: Gemeindeeigene Großküchen wie Kindergarten- und Schulmensa werden auf Bioprodukte umgestellt, und die biologische Landwirtschaft wird noch stärker gefördert. Die Abstimmung, aus der das Verbot resultierte, wurde zwar Mitte 2016 vom Bozener Landesgericht als ungültig erklärt. Doch das Pestizidverbot in der Gemeinde Mals blieb bestehen. ksl

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