LfL und AELF im Einsatz

Neue ALB-Funde: Fällzone in Miesbach wird erweitert

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Die Fällarbeiten in Miesbach sind in vollem Gange. Unter anderem an der Schlierseer Straße fielen schon etliche Bäume.

Miesbach – Nach neuen Funden des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) muss die Fällzone wohl in Richtung Stadlberg erweitert werden.

Die Fällarbeiten wegen des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) in Miesbach laufen, die umgeschnittenen Bäume werden untersucht – und sofern unauffällig – noch am selben Tag von großen Maschinen zu Hackschnitzeln weiterverarbeitet. Im Zuge der Arbeiten sind wieder Larven des ALB gefunden worden. Inzwischen steht auch fest, was anfangs nur eine Befürchtung war: Die Fällzone wird ausgedehnt.

Wie Elke Zahner-Meike, Sprecherin der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), bestätigte, wurden in einem im Südosten der derzeitigen Befallszone stehenden Ahorn Larven gefunden. Dabei handele es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Larven des ALB. Im Labor werden diese genau untersucht. „Zur weiteren Planung wird um diesen einen Baum der 100-Meter-Radius gezogen und darin werden die Daten der vorhandenen Bäume für das Baumkataster erhoben“, erklärt Zahner-Meike. Die Ausdehnung erfolgt also in Richtung Stadlberg.

Wie die LfL-Sprecherin weiter bestätigt, wurden auch noch in anderen gefällten Bäumen Larven und Eiablagen des ALB gefunden. Damit war aber auch zu rechnen gewesen im Zuge der Fällmaßnahmen. Und diese Funde haben bis jetzt keinen Einfluss auf die Größe der Befallszone, erklärt Zahner-Meike. Innerhalb wird es inzwischen teilweise schon recht licht. Zu sehen ist das unter anderem entlang der Schlierseer Straße.

Rund um das Finanzamt und die Polizei sind die Fällungen inzwischen weitgehend abgeschlossen, heißt es weiter. Mittlerweile laufe die Maßnahme in Richtung Norden weiter, zum Beispiel nördlich der Carl-Fohr-Straße. Parallel wird seit Mittwoch (1. April) im sogenannten Hallenwald gefällt. Dort ist das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen zuständig.

Am 5. August 2019 hat ein Expertenteam der LfL nach Verdachtsmeldungen aus Miesbach mehrere Asiatische Laubholzbockkäfer und befallene Bäume vor Ort. Seitdem läuft der Prozess, um den Käfer vor Ort auszurotten. Bis zu 5.000 Gehölze müssen dafür gefällt werden. ft

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