Aufnahme in Münchner Verbund geplant

Landkreis prüft MVV-Beitritt – das hat aber einen Haken

Landtagspräsidentin Ilse Aigner, der Miesbacher Landrat Wolfgang Rzehak, Verkehrsminister Hans Reichhart und der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (v.l.) bei der Übergabe.
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Landtagspräsidentin Ilse Aigner, der Miesbacher Landrat Wolfgang Rzehak, Verkehrsminister Hans Reichhart und der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (v.l.) bei der Übergabe.

Landkreis – Der Freistaat Bayern fördert eine Studie zur Aufnahme von acht Landkreisen in den MVV-Verbund. Der Haken: Ergebnisse gibt es erst in zwei Jahren.

Wie kann der Landkreis Miesbach dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund MVV beitreten? Ist ein solcher Beitritt verkehrlich und wirtschaftlich sinnvoll? Antworten auf diese und weitere Fragen soll eine Grundlagenstudie liefern. Die Kosten dafür übernimmt der Freistaat Bayern zu 85 Prozent.

Neben dem Landkreis Miesbach könnten noch die Landkreise Bad-Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech, Landshut, Mühldorf am Inn, Rosenheim und Weilheim-Schongau sowie die kreisfreien Städte Landshut und Rosenheim dem Verbund beitreten. Falls sich alle dem MVV anschließen, würde sich die Fläche des Tarifgebiets verdoppeln und um eine Million Menschen wachsen. In dem Einzugsgebiet würden dann vier Millionen Menschen wohnen.

Landrat Wolfgang Rzehak: "Meilenstein für die Verkehrswende im Landkreis"

Im bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr wurden jüngst die Förderbescheide für die Studie übergeben. Der Freistaat investiert rund 7,8 Millionen Euro. Landrat Wolfgang Rzehak begrüßt die Studie: „Ein Beitritt zum MVV ist der Meilenstein für die Verkehrswende im Landkreis Miesbach. Das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln muss preiswerter, einfacher und attraktiver werden. Der Landkreis wird dafür viel Geld in die Hand nehmen, aber das muss uns eine attraktive Alternative zum Autoverkehr wert sein.“ Der bayerische Verkehrsminister Hans Reichhart sagt dazu: „Wir orientieren uns nicht an Landkreisgrenzen oder an Grenzen von Regierungsbezirken. Wir denken in größeren Regionen. Für die Bürger wollen wir Mobilität neu gestalten.“

Die Studie ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil werden die heutigen Verkehrsströme untersucht. Anbindungen sollen verbessert, Busse und Züge besser aufeinander abgestimmt werden. Im zweiten Teil sollen Fahrgastdaten erhoben werden – durch Befragungen in Bussen und Zügen. Bei Verbundintegrationen profitieren die Fahrgäste in der Regel von abgestimmten Abfahrtszeiten, einheitlichen Tarifen für alle Busse und Bahnen im Verbund und einheitlichen Fahrgastinformationen. Die Ergebnisse der Studie sollen in etwa zwei Jahren vorliegen. Auf dieser Grundlage werden die Landkreise dann entscheiden, ob sie dem MVV beitreten wollen. ksl

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