Weiter in guten Händen

Neues Gesicht an der Spitze der Raiffeisenbank im Oberland

Hubert Stehr (2.v.r.) geht in den Ruhestand, Hansjörg Hegele (2.v.l.) wird sein Nachfolger als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank im Oberland. Johannes Paul (r.) wird in den Vorstand aufrücken. Der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Lechner freut sich über den harmonischen Übergang.
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Hubert Stehr (2.v.r.) geht in den Ruhestand, Hansjörg Hegele (2.v.l.) wird sein Nachfolger als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank im Oberland. Johannes Paul (r.) wird in den Vorstand aufrücken. Der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Lechner freut sich über den harmonischen Übergang.

Miesbach – Die Fusion der Raiffeisenbank im Oberland mit der im Tölzer Land ist abgeschlossen. Doch nun tut sich wieder etwas in der Führungsebene.

Die Fusion ist vollzogen, doch der Zusammenschluss der Miesbacher Raiffeisenbank im Oberland mit den Kollegen der Raiffeisenbank Tölzer Land wirkt sich noch immer aus. Langsam nimmt auch die Neuordnung auf Vorstandsebene Formen an. „Es war klares Fusionsziel, dass die Zahl der Vorstände von sechs auf drei sinkt und die der Aufsichtsräte von zwölf auf neun“, erklärte Josef Lechner, der Vorsitzende des Kontrollgremiums, vor Kurzem bei einem Pressegespräch in der Zentrale der Bank in Miesbach. Mit Hubert Stehr geht zum Ende des Jahres der langjährige Vorstandsvorsitzende in den Ruhestand.

„Ich bin 20 Jahre im Haus, 14 Jahre als Vorstandsvorsitzender“, sagte Stehr. „Vielleicht ist es jetzt auch Zeit.“ Ein wenig länger hätte er noch dürfen, bis 63 eigentlich. „Nun ist es halt zwei Jahre früher“, kommentiert er den freiwilligen Schritt in die Altersteilzeit. Die Arbeit bereite ihm schon noch Spaß, vor allem der Kontakt zu Kunden und der Umgang mit den Mitarbeitern. „Aber die Regulatorik wird mir nicht fehlen“, sagte Stehr. So verabschiede er sich mit einem weinenden und einem lachenden Auge. „Ich habe ja auch viele Interessen, bin gerne unterwegs.“ Für Reisen ist bald ausreichend Zeit.

Fusion bei der Raiffeisenbank: Nachrücker gefunden

Stehrs Posten als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank im Oberland übernimmt Vorstandskollege Hansjörg Hegele. Er möchte „die nächsten vier Jahre mit großem Elan angehen“ – und dann ebenfalls in den Ruhestand gehen. Der Plan steht, wie Lechner erklärte. Bereits 2017 ist ein erstes Vorstandsmitglied, Andreas Strohm, ausgeschieden. Nun geht Stehr, 2021 folgt Josef Bernöcker – und wiederum zwei Jahre später Hegele.

Um die angestrebte Zahl von drei Vorständen zu erreichen, ist auch ein Nachrücker nötig. Man habe nach einer internen Lösung gesucht, sagte Lechner. Da zahle sich aus, dass die Oberlandbank auf eine hervorragende zweite Ebene zurückgreifen könne, wie er darlegte. Die Wahl fiel auf Johannes Paul. Der 34-jährige Bereichsleiter der Kreditabteilung wird zu Manfred Klaar und Manfred Gasteiger in den Vorstand aufrücken. „Es ist auch ein gutes Zeichen, dass wir als junge Mitarbeiter hier was werden können“, lobt Paul, der sich selbst als Eigengewächs der Bank bezeichnet, die internen Aufstiegschancen.

Lechner wiederum fand lobende Worte für den insgesamt sehr harmonisch vonstatten gehenden Übergang. Schon die Fusion sei sehr gut gelaufen. „Nicht nur die Finanzdaten, auch die Chemie hat gestimmt, insbesondere zwischen den Vorständen“, sagte Lechner. Die Bank in Milliardengröße – knapp 1,3 Milliarden Bilanzsum­me – sei gut aufgestellt und „fit for Future“, ist der Aufsichtsratsvorsitzende überzeugt. Stehr sieht das genauso und kann sich sorgenfrei verabschieden. „Ich weiß die Bank in guten Händen“, sagte er. ft

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