Lehrstellen offen

225 Jugendliche starten Ausbildung in IHK-Berufen

„Zahlreiche Betriebe suchen weiterhin nach Azubis“, weiß Petra Reindl von der IHK für München und Oberbayern.
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„Zahlreiche Betriebe suchen weiterhin nach Azubis“, weiß Petra Reindl von der IHK für München und Oberbayern.

Landkreis – Mehr als 200 Jugendliche starten dieser Tage ihre Ausbildung in IHK-Berufen. Doch zahlreiche Lehrstellen sind auch noch offen.

Zum Beginn des Ausbildungsjahres haben laut der IHK für München und Oberbayern im Landkreis Miesbach 225 junge Erwachsene eine Berufsausbildung in Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen begonnen. Damit ergibt die Zwischenbilanz der IHK, dass die Zahl der Vertragsabschlüsse im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent zurückgegangen ist. Und es sind noch viele Lehrstellen offen.

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„Weniger Schulabgänger wie auch die Auswirkungen der Corona-Krise, vor allem der Stillstand in den Unternehmen während des Lockdowns machen sich im Ausbildungsbereich bemerkbar“, erklärt Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach. „Viele Vertragsabschlüsse haben sich verzögert oder kommen erst jetzt nach der Sommerpause zustande. Zahlreiche Betriebe suchen weiterhin nach Azubis, weswegen wir noch bis Ende Oktober mit vielen Neuverträgen rechnen. Grundsätzlich ist der Start in eine Ausbildung in Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb das ganze Jahr über möglich“, macht Reindl deutlich.

Wie sie in einer Mitteilung weiter erklärt, bestätigen laut einer aktuellen IHK-Umfrage drei von vier oberbayerischen IHK-Ausbildungsbetrieben, dass die Ausbildung selbst unter Corona-Bedingungen normal weiterlaufe. Gut ein Drittel der Betriebe ermögliche seinen Azubis beispielsweise auch das Arbeiten im Homeoffice.

Die Regionalausschuss-Vorsitzende verweist zudem auf die guten Karriereaussichten im Anschluss an die Berufsausbildung: „Die hohe Qualität der Ausbildung in unseren Betrieben und Berufsschulen legt den Grundstein für ein erfolgreiches und erfülltes Berufsleben, das viele Aufstiegsmöglichkeiten bietet. Die Vorteile einer Berufsausbildung müssen wir noch stärker bekannt machen. Wichtig ist am Ende, dass wir jeden ausbildungswilligen Jugendlichen auch davon überzeugen und für eine Ausbildung in der heimischen Wirtschaft gewinnen.“

Das möchten auch viele Unternehmen. Denn wie die IHK unter Verweis auf Zahlen der Agentur für Arbeit mitteilt, sind noch 276 Ausbildungsplätze im Landkreis unbesetzt, darunter auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen. Diesen freien Stellen stehen 118 unversorgt gemeldete Bewerber gegenüber (Stichtag: 21. Juli). Damit hat jeder Bewerber rechnerisch mehr als zwei Lehrstellen zur Auswahl.

Reindl ermutigt deshalb bislang erfolglose oder noch unentschlossene Schulabgänger, sich weiter zu bewerben. Als Ziel nannte sie, „dass trotz aller aktuellen Schwierigkeiten jeder ausbildungswillige Schulabgänger auch eine Ausbildung beginnen kann“. Freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind noch unter www.ihk-lehrstellenboerse.de zu finden.

Zu den Top-Ausbildungsberufen im Landkreis gehören die Hotelfachleute, die Köche und die Kaufleute im Einzelhandel. Bei den Mädchen ist der Beruf der Hotelfachfrau am beliebtesten, bei den Buben führt der Koch die Rangliste an. Derzeit absolvieren junge Frauen und Männer eine Ausbildung in 48 verschiedenen IHK-Berufen. Die Zahl der IHK-Ausbildungsbetriebe im Landkreis Miesbach liegt bei aktuell 203. Sie stehen für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. ft

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