Junge Union fordert Verkehrskonzept

JU-Vorsitzender Klotz: "Sind im Landkreis nun an der Belastungsgrenze angelangt"

Parkplätze sind an schönen Tagen ebenso voll wie die Straßen im Landkreis. Die JU findet, die Belastungsgrenze sei erreicht, fordert ein Verkehrskonzept und appelliert an die Ausflügler, den ÖPNV zu nutzen.
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Parkplätze sind an schönen Tagen ebenso voll wie die Straßen im Landkreis. Die JU findet, die Belastungsgrenze sei erreicht, fordert ein Verkehrskonzept und appelliert an die Ausflügler, den ÖPNV zu nutzen.

Landkreis – Die Junge Union fordert ein Verkehrskonzept für den Landkreis Miesbach. Man sei an der Belastungsgrenze angelangt und müsse den ÖPNV ausbauen.

Der Landkreis Miesbach sei an seiner Belastungsgrenze angelangt, findet die Junge Union (JU) im Landkreis Miesbach. „Der Ausflugsverkehr auf unseren Straßen nimmt ein Ausmaß an, das die Infrastruktur und die Menschen im Landkreis auf die Probe stellt“, erklärt die Junge Union. Der Kreisverband appelliert deshalb an die Gäste im Landkreis, den ÖPNV zu nutzen, und fordert ein zukunftsfähiges Konzept.

Gerade in Zeiten von Corona, in denen Ausflüge ins Ausland schwierig sind oder als Vorsichtsmaßnahme nicht in Erwägung gezogen werden, erreicht die Infrastruktur im Landkreis ihre Belastungsgrenze. „Wir können es niemandem verdenken, aufs Land zu fahren und dem hektischen Stadtleben entfliehen zu wollen“, sagt der JU-Kreisvorsitzende Thomas Klotz. „Jedoch sind wir im Landkreis nun an der Belastungsgrenze angelangt.“

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Den jungen Konservativen ist durchaus bewusst, dass es viele Gastronomiebetriebe gerade in diesen Zeiten schwer haben und auf Gäste mehr denn je angewiesen sind. Jedoch lassen sich auch erhebliche Beeinträchtigungen für die Landkreisbevölkerung feststellen: Handwerker, Lieferanten, Pflegedienste – sie alle müssen mehr Zeit einplanen, um bei Ausflugswetter ans Ziel zu gelangen. Das habe der Brückentag nach Fronleichnam deutlich gezeigt. Die Zeit im Stau fehlt aber schließlich bei der Betreuung und auf der Baustelle. „Wir appellieren deswegen an alle Tagesausflügler: Bitte nutzt den öffentlichen Nahverkehr. Und habt keine Angst, bei uns einzukehren. Unsere Gastronomiebetriebe haben alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um ein Ausbreiten des Coronavirus zu unterbinden“, sagt Max Greinwald, Leiter der AG Verkehr des JU-Kreisverbandes.

Für die Zukunft fordert die Junge Union im Landkreis Miesbach zum einen den Ausbau des ÖPNV-Netzes. Zum anderen gelte es, neue Ideen zu diskutieren. „Deshalb sollten die verantwortlichen Politiker – am besten partei- und landkreisübergreifend – keine Scheu davor haben, neue Wege zu gehen“, schreibt die JU in einer Mitteilung und fragt: „Wäre es nicht möglich, größere Parkareale oder Parkhäuser in Autobahnnähe zu bauen und die Ausflügler mit Shuttlebussen zu den Ausflugsziele zu bringen?“

Klotz findet: „Damit unser Landkreis Miesbach so lebens- und liebenswert erhalten bleibt, brauchen wir ein Verkehrskonzept für die Zukunft, das sowohl den Einheimischen als auch den Gästen gerecht wird. Das geht nur mit Respekt voreinander und vor unserer Natur.“ eb

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