Auch im Landkreis Miesbach

Kletteranlagen öffnen behutsam wieder – diese Regeln sind nun zu beachten

Klettern an einer Außenanlage ist nun auch im Landkreis Miesbach wieder möglich, wenn die Corona-Regeln eingehalten werden.
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Klettern an einer Außenanlage ist nun auch im Landkreis Miesbach wieder möglich, wenn die Corona-Regeln eingehalten werden.

Landkreis – Seit Montag dürfen Außenbereiche künstlicher Kletteranlagen wieder öffnen. Der DAV gibt Tipps, wie der Einstieg in Zeiten von Corona wieder klappt.

Seit Montag (11. Mai) dürfen die Außenbereiche der künstlichen Kletteranlagen in nahezu allen Bundesländern Deutschlands wieder öffnen. Es gelten strikte Zugangs-, Abstands- und Hygieneregeln. Damit soll eine behutsame und gesundheitsorientierte Wiederaufnahme des Klettersports ermöglicht werden.

In den vergangenen Tagen haben die meisten Bundesländer die Erlaubnis zur Wiedereröffnung der künstlichen Kletteranlagen erteilt. Wenige verbliebene Länder dürften in den kommenden Tagen nachziehen. Dann ist es allen künstlichen Kletter- und Boulderanlagen in Deutschland erlaubt, ihre Außenkletterbereiche wieder zu öffnen – sofern sie welche haben. Einzelne Bundesländer erlauben auch bereits Indoorklettern. Viele Kletteranlagen haben schon geöffnet, einige andere werden den Betrieb in den kommenden Tagen aufnehmen. So unterschiedlich die Termine sein mögen: Flächendeckend müssen die Betreiber umfangreiche organisatorische und technische Vorkehrungen treffen, denn es gelten strenge Auflagen.

Das sind die wichtigsten Regeln für Kletterinnen und Kletterer

Klettern ist ein kontaktloser Individualsport und bringt deshalb gute Voraussetzungen dafür mit, unter Corona-Bedingungen ausgeübt zu werden. Bouldern ist alleine möglich, Seilklettern zu zweit. Künstliche Kletteranlagen geben allerdings räumliche Grenzen vor. Die entsprechende Nutzungsdichte ist in normalen Zeiten kein Problem. In Corona-Zeiten sind die vielen Kletterbegeisterten für die Betreiber allerdings eine Herausforderung.

„Deshalb haben wir eine Expertengruppe eingesetzt, die die Regeln zur behutsamen Wiedereröffnung der Kletteranlagen erarbeitet hat“, sagt DAV-Geschäftsbereichsleiter Bergsport, Wolfgang Wabel. „Die Regeln sind in enger Zusammenarbeit mit dem DOSB entstanden. Oberstes Ziel ist es, einen behutsamen und verantwortungsvollen Wiedereinstieg des Sportbetriebs zu gewährleisten. Damit leisten wir einen Beitrag zur Bewältigung der Krise, denn der Klettersport ist gesund und wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus.“

Mit diesen Regeln klappt Klettern und Bouldern auch in Zeiten des Coronavirus.

Das sind die wichtigsten Regeln:

  • Abstand halten:

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Der Zugang zu den Anlagen wird beschränkt. Alle Sportler werden erfasst. Beim Seilklettern darf nur jede zweite Sicherungslinie genutzt werden. Gleichzeitig sind nur so viele Menschen vor Ort erlaubt, wie es Sicherungslinien gibt. Im Boulderbereich darf sich nur eine Person pro zehn Quadratmeter aufhalten. Es gilt das für alle Sportarten übliche Abstandsgebot von zwei Metern. Klettersportspezifische Abläufe wie der Partnercheck müssen entsprechend mit Abstand erfolgen oder wie beim Spotten ganz entfallen. Die Abstandsregeln gelten selbstverständlich auch für alle anderen Abläufe in Kletteranlagen, sei es beim Check-in, beim Check-out oder beim Aufenthalt an den Kletter- und Boulderwänden. Von den Abstandsregeln ausgenommen sind wie überall sonst auch die Mitglieder einer häuslichen Gemeinschaft.

  • Hygieneregeln beachten:

Zunächst gelten die allgemein bekannten Hygienemaßnahmen – also zum Beispiel häufiges Händewaschen, Verzicht auf Händeschütteln, Husten in die Armbeuge oder zu Hause bleiben bei Krankheitssymptomen. Darüber hinaus greifen sportartspezifische Regeln. Also etwa: Nur das eigene Equipment nutzen, Magnesia und darüber hinaus Liquid-Chalk verwenden. Beides wirkt virenabtötend. Eine zusätzliche Handdesinfektion ist dadurch gewährleistet.

Umfangreiche Vorkehrungen bei den Kletteranlagen

Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wird durch das Hallenpersonal überprüft. Das Personal selbst wird im Vorfeld zu allen organisatorischen und hygienischen Maßnahmen geschult. Die Besucher werden durch Aushänge, Aufsteller und digitale Kommunikation über alle Regeln informiert.

Darüber hinaus müssen die Betreiber viele weitere Vorkehrungen treffen. So müssen zum Beispiel die Buchungssysteme so angepasst werden, dass die Höchstzahl der anwesenden Kletterer nicht überschritten wird. Außerdem sind im Kassenbereich Plexiglasscheiben anzubringen, wie sie aus den Supermärkten bekannt sind.

Es besteht kein Zweifel: Die Vorgaben und Regeln für die Aktiven sowie für Personal und Betreiber sind umfangreich und stellen eine große Herausforderung dar. Ein verantwortungsvoller Kletteranlagenbetrieb, der die Belange der Gesundheitsprävention und des Arbeitsschutzes im Auge hat, ist anders aber nicht möglich. DAV-Vizepräsidentin Burgi Beste: „Wir sind überzeugt, dass die Verantwortlichen in den Sektionen und Kletterhallen diesen behutsamen Wiedereinstieg sehr gut meistern werden. Denn alle sind hoch motiviert und haben gleichzeitig die gesellschaftliche Verantwortung im Blick.“ ksl

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