Kommunalwahl 2020

Stadtratskollegen müssen in die Stichwahl ums Bürgermeisteramt in Miesbach

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Walter Fraunhofer (l.) und Gerhard Braunmiller gehen in die Stichwahl ums Bürgermeisteramt in Miesbach.

Miesbach – In Miesbach wird es eine Stichwahl zwischen zwei Stadträten um das Bürgermeisteramt geben. Walter Fraunhofer und Gerhard Braunmiller treten am 29. März erneut an.

Wer tritt die Nachfolge von Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz nach 17 Jahren im Amt an? Diese Frage muss am 29. März bei einer Stichwahl geklärt werden – alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen. So ist nur klar: Aus vier Anwärtern sind zwei geworden, Gerhard Braunmiller und Walter Fraunhofer. Astrid Güldner (Bündnis 90/Die Grünen) mit 17,59 Prozent und Florian Hupfauer (FDP) mit 7,52 Prozent der Stimmen sind aus dem Rennen.

Das beste Ergebnis erzielte Gerhard Braunmiller. 2.278 Miesbacher stimmten für ihn. Damit entfielen 43,14 Prozent auf den CSU-Kandidaten. Um die 40 Prozent habe er erwartet, nun freue er sich über ein gutes Ergebnis, das er auf den guten Wahlkampf mit einem guten Team zurückführt.

In der Stichwahl muss er sich gegen seinen Stadtratskollegen Walter Fraunhofer behaupten. Der parteilose Kandidat, der für SPD und Freie Wählergemeinschaft antritt, kam auf 31,74 Prozent, also 1.676 Stimmen. Auch er ist ganz zufrieden. „Ich habe mit einem Ergebnis zwischen 30 und 35 Prozent gerechnet“, sagte er. Das sei erreicht und im Hinblick auf die Stichwahl findet Walter Fraunhofer: „Die Ausgangsposition ist nicht schlecht.“ Er hofft unter anderem auf Unterstützung aus dem – im jetzigen Stadtrat schon von den Plätzen am Tisch nahe sitzenden – Grünen-Lager.

Beim Urnengang am Wahlsonntag (15. März) lag die Wahlbeteiligung in Miesbach nur bei knapp 60 Prozent. Mit entscheidend wird am Sonntag, 29. März, sein, wie viele Miesbacher bei der Briefwahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen. Beide Kandidaten sind sich dessen bewusst. „Es ist nicht vorauszusehen“, weiß Gerhard Braunmiller. Für ihn ist eine Prognose deshalb nicht möglich, „es ist ein offenes Spiel“. Das sieht Walter Fraunhofer genauso und hofft seinerseits natürlich auf das bessere Ende für sich: „Es ist alles möglich.“

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