Kommunalwahl 2020 

Er folgt Ingrid Pongratz auf den Posten des Miesbacher Bürgermeisters

Gerhard Braunmiller hat die Stichwahl ums Miesbacher Bürgermeisteramt gewonnen.
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Gerhard Braunmiller hat die Stichwahl ums Miesbacher Bürgermeisteramt gewonnen.

Miesbach – Gerhard Braunmiller folgt auf Ingrid Pongratz. Der CSU-Kandidat hat sich in der Stichwahl knapp durchgesetzt und nun schwierige Aufgaben im Blick.

Das Miesbacher Rathaus bleibt unter CSU-Führung: In der Stichwahl am vergangenen Sonntag hat sich Gerhard Braunmiller durchgesetzt, der bereits im ersten Wahlgang vorne gelegen hatte. Es war spannend bei der Auszählung, denn erst lag Konkurrent Walter Fraunhofer in Front. Am Ende erhielt Braunmiller bei einer Wahlbeteiligung von 66,48 Prozent 3.065 Stimmen und damit knapp 52 Prozent. Der parteilose Fraunhofer, der für SPD und FWG angetreten war, kam auf 2.854 Stimmen (48,22 Prozent).

„Ich habe natürlich nicht erwartet, dass es so ein spannendes Rennen wird, aber nach der Aufholjagd konnte ich erst mal durchschnaufen“, zeigt sich Braunmiller erleichtert. „Es war Spannung pur. Danach war es ganz klar ein tolles Gefühl, Zustimmung von so vielen Miesbachern erhalten zu haben“, gibt der designierte Bürgermeister Einblick in seine emotionale Achterbahnfahrt.

„Wir wollten in der Stadt Miesbach eine Veränderung“, bedauert Fraunhofer, dass er „dieses Ziel auf den letzten Metern nicht erreichen“ konnte. Unterstützt von Freien Wählern und der SPD sowie zur Stichwahl dann auch von den Grünen, verpasste er den Wahlsieg knapp. Nun sei es Aufgabe der Opposition im Stadtrat, einen Richtungswechsel herbeizuführen. Er selbst wird aber daran nicht mehr mitarbeiten. Fraunhofer kandidierte auf keiner Liste und wird somit weder im Stadtrat noch im Kreistag politisch mitgestalten.

Für den künftigen Stadtrat hofft Fraunhofer, dass es angesichts schwieriger Mehrheitsverhältnisse zu keiner Blockadepolitik kommt, er wünscht Braunmiller „viel Erfolg und viel Geduld“. Stärkste Fraktion ist die CSU mit künftig zehn Sitzen, erster Nachrücker für Braunmiller ist Markus Baumgartner. Die FWG bekommt fünf Mandate, SPD und Grüne jeweils vier, die FDP einen Sitz.

Auf das Gremium warten große Aufgaben in der Stadt, unter anderem die im Wahlkampf umstrittenen Themen Warmbad und Marktplatz. Die Corona-Krise wird die ohnehin schon ständig leere Stadtkasse weiter belasten. Braunmiller erwartet sicher kein einfacher Start, wenn er das Amt von Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, die sich nach 17 Jahren in den Ruhestand verabschiedet, übernehmen wird.

Bis es Anfang Mai soweit ist, leitet Braunmiller noch weiter sein Büro in München, bearbeitet Projekte und führt viele Gespräche. Er wünscht sich „für die nächsten Wochen, dass ich meine bestehenden Aufgaben gut und geordnet übergeben und die neuen so gut es geht vorbereiten kann“, um einen guten Start mit der Verwaltung und dem Stadtrat hinzubekommen. Das Wichtigste, sagt Braunmiller, sei aber momentan „die Gesundheit aller und dass wir die Krise gut überwinden werden“. ft

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