Kommunalwahl 2020

Landratswahl in Miesbach: Das sagen die Kandidaten

Bleibt Wolfgang Rzehak (Bündnis 90/Die Grünen, l.) Landrat für den Landkreis Miesbach? Er muss in die Stichwahl gegen Olaf von Löwis (CSU).
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Bleibt Wolfgang Rzehak (Bündnis 90/Die Grünen, l.) Landrat für den Landkreis Miesbach? Er muss in die Stichwahl gegen Olaf von Löwis (CSU).

Miesbach – Ein Grünen- oder ein CSU-Landrat? Ob Wolfgang Rzehak oder Olaf von Löwis im Landkreis Miesbach vorne liegt, entscheidet sich bei der Stichwahl am 29. März.

Holt sich die CSU den Landratsposten, den sie 2014 an Wolfgang Rzehak verloren hat, wieder zurück? Die Chance besteht weiter, denn ihr Kandidat, Olaf von Löwis, hat es mit 36,75 Prozent in die Stichwahl geschafft. Er tritt am Sonntag, 29. März, gegen Amtsinhaber Wolfgang Rzehak (27,44 Prozent) an.

Damit hat von Löwis sein erstes Ziel erreicht, wie er sagte. Sein starkes Ergebnis „war bei neun Kandidaten so nicht zu erwarten“, erklärte er. Überrascht hat es Rzehak nicht. Er sieht sich, obwohl er nur auf Platz 2 landete, in guter Ausgangslage. Die CSU habe eine große Stammwählerschaft, da seien gut 27 Prozent für einen Grünen bei neun Kandidaten ein gutes Ergebnis.

Es kommt also darauf an, bei wem die Bürger ihr Kreuzchen machen, die am Sonntag (15. März) einen der sieben anderen Kandidaten gewählt haben. Zum Beispiel Andreas Hallmannsecker (FWG), der mit 17,68 Prozent das drittbeste Ergebnis erzielte und sich insgesamt zufrieden und nicht überrascht zeigte. SPD-Kandidatin Christine Negele war froh, Platz 4 geschafft zu haben, hätte für sich aber schon mehr als 4,54 Prozent erwartet, nachdem sie „aus allen politischen Gruppierungen anerkennende Rückmeldungen erhalten habe“. Martin Beilhack (Bayernpartei) kam auf 4,2 Prozent, Gisela Hölscher (Freie Wähler) auf 4 Prozent. 2,53 Prozent der Wähler votierten für Alois Ostermair (AfD), 1,53 Prozent für Ursula Lex (FDP) und Angela Sterr von Die Linke erhielt 1,34 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,89 Prozent. Es gaben damit 49.497 Landkreisbürger ihre Stimme ab.

Die endgültigen Ergebnisse der Kreistagswahl stehen noch aus. Und der Wahlkampf vor der Stichwahl? Er wird vermutlich aufgrund der Corona-Krise ein wenig in den Hintergrund rücken. Ursula Lex, die von ihrem eigenen Abschneiden enttäuscht war, freut sich jedoch, dass es „mit Rzehak und Löwis zwei erfahrene Politiker in die Stichwahl geschafft haben“. Sie traut „beiden zu, in dieser schwersten Zeit nach dem Krieg, die Amtsgeschäfte schnell und effektiv aufzunehmen“.

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