Kommunalwahl 2020

Fortan acht Parteien: Miesbachs Kreistag wird bunter und neu durchgemischt

Die CSU ist stärkste Fraktion im künftigen Kreistag. Insgesamt ziehen acht Parteien ein.
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Die CSU ist stärkste Fraktion im künftigen Kreistag. Insgesamt ziehen acht Parteien ein.

Miesbach/Landkreis – Acht Parteien sitzen fortan im Miesbacher Kreistag. Während andere Gruppierungen zulegen, verliert die SPD vier Sitze.

Es wird bunt im Miesbacher Kreistag, denn es werden acht Parteien einziehen. Bisher sind es sechs: CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FWG, FDP und Bayernpartei (BP). Neu hinzu kommen die Freie-Wähler-Partei und die Öko-Partei ÖDP, die zwei Mandate erhält. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,74 Prozent, 49.385 von 79.990 Stimmberechtigten wählten. 2.014 Stimmzettel waren ungültig.

Unabhängig davon, ob Landrat Wolfgang Rzehak oder Olaf von Löwis die Stichwahl am Sonntag (29. März) gewinnt, es wird eine amtierende Kreisrätin doch wieder ins Gremium einziehen. Denn Harda von Poser (Grüne) und Anastasia Stadler (CSU) wurden nicht auf Anhieb wiedergewählt, sind aber erste Nachrücker ihrer Parteien.

Gewonnen haben beide Parteien: Während die Christsozialen einen Platz im Gremium mehr bekommen (22), freuen sich die Grünen über elf und damit zwei mehr. Was in vielen Gemeinden passierte, ist auch auf Kreisebene zu verzeichnen: Die SPD verliert und ist künftig mit nur noch fünf statt neun Vertretern dabei. Bei FDP (2) und BP (3) ändern sich lediglich teilweise die Vertreter, nicht aber die Stärke. Die Freie Wählergemeinschaft kam bisher auf 16 Mandate und behält zehn. Fünf entfallen auf die Partei Freie Wähler.

Insgesamt wird kräftig durchgemischt: Es werden 27 neue Kreisräte über die Geschicke des Landkreises diskutieren und entscheiden. Allein bei der CSU ist die Hälfte der Fraktion dann neu im Gremium. Nicht mehr dabei sind dann unter anderem die scheidenden Bürgermeister Ingrid Pongratz aus Miesbach und Jakob Egls­eder aus Otterfing. Josef Lechner, der in Fischbachau ebenfalls den Chefsessel im Rathaus abgibt, ist hingegen weiter dabei. Er wurde von weit hinten auf der CSU-Liste nach vorne gewählt. Dasselbe gilt für den Gmunder Alt-Bürgermeister Georg von Preysing – sogar in noch stärkerem Maß. Er stand auf dem letzten Listenplatz und holte mit den siebtmeisten Stimmen der CSU wieder einen Sitz.

Dem Kreistag gehören nach dem vorläufigen Wahlergebnis an:

  • CSU: Olaf von Löwis of Menar, Josef Bierschneider, Alexander Radwan, Georg Kittenrainer, Christian Köck, Maria Dießl, Georg von Preysing, Johannes Hagn, Franz Schnitzenbaumer, Gerhard Braunmiller, Martina Ettstaller, Johanna Wunderle, Klaus Meixner, Leonhard Obermüller, Elisabeth Leidgschwendner, Leonhard Wöhr, Alois Fuchs, Johann Hacklinger, Anton Huber, Josef Lechner, Brigitta Regauer und Florian Sareiter.
  • Bündnis 90/Die Grünen: Wolfgang Rzehak, Robert Wiechmann, Karl Bär, Astrid Güldner, Gerhard Waas, Elisabeth Janner, Ulrike Küster, Thomas Tomaschek, Bernd Mayer-Hubner, Ursula Janssen und Cornelia Riepe.
  • Freie Wähler: Josef Bogner, Martin Taubenberger, Gisela Hölscher, Birgit Eibl und Martin Rosenberger.
  • SPD: Christine Negele, Elisabeth Dasch, Martin Walch, Paul Fertl und Wolfgang Huber.
  • FDP: Ursula Lex und Florian Hupfauer.
  • FWG: Andreas Hallmannsecker, Jens Zangenfeind, Norbert Kerkel, Klaus Thurnhuber, Marlene Hupfauer, Alfons Besel, Thomas Straßmüller, Ria Röpfl, Wolfgang Rebensburg und Sepp Hartl.
  • BP: Martin Beilhack, Marinus Thurnhuber und Balthasar Brandhofer.
  • ÖDP: Olaf Fries, Kristina Roedel. ft

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