Junge Kandidatin

Die Linke tritt erstmals im Landkreis an – und das direkt gegen den Landrat

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Mit Angela Sterr (4.v.l.) auf Platz eins der Liste und als Landratskandidatin zieht die Linke in den Kommunalwahlkampf.

Miesbach – Mit Angela Sterr steht die siebte Kandidatin im Rennen um den Posten des Landrats im Landkreis Miesbach fest. Auch in den Kreistag will Die Linke einziehen.

Es ist Zeit, dass sich die Menschen auch mal mit der Linken beschäftigen und nicht nur mit den hier etablierten Parteien, findet Angela Sterr. Die Miesbacherin tritt bei der Landratswahl im kommenden Frühjahr an. Für die Linke. „Das ist meine Partei, mir liegen die sozialen Sachen am Herzen“, erklärt die 28-Jährige, die in der Altenpflege arbeitet.

Bei der Nominierungsversammlung erhielt Sterr ein einstimmiges Votum. Die Linke tritt 2020 zum ersten Mal in Miesbach bei der Landrats- und Kreistagswahl an. Auf der Liste steht Sterr auf Platz eins vor Jörg Hager aus Rottach-Egern, dem Sprecher der Linken-Basisgruppe Miesbach. Sterr war bisher kommunalpolitisch noch nicht aktiv, „aber ich habe mich schon lange dafür interessiert“. Und sie sagt: „Ein bisschen junger Wind schadet nicht.“ Schon aufgrund ihres Berufs ist für sie der Pflegenotstand ein großes Thema, das es anzupacken gilt. Inklusion in allen Bereichen des Lebens, Jugendarbeit und Freizeitangebote – auch hier sieht die Landratskandidatin Handlungsbedarf.

Als weitere Kandidaten für den Kreistag hat die Linke nominiert:

3. Elisabeth Osiander, 4. Dominik Hultsch-Killius, 5. Svenja Killius, 6. Andreas Rullmann-Stekl, 7. Ulrike Waninger, 8. Wolfgang Walther, 9. Otto-Wilhelm Scheda, 10. Reinhard Tschech, 11. Luiciano de Albuquerque und 12. Barbara Steinwachs-Richter.

Eine Möglichkeit, sich mit den Kandidaten auszutauschen und deren Vorstellungen kennenzulernen, bietet sich am Dienstag, 10. Dezember. Da trifft sich die Kreisgruppe der Linken um 19 Uhr beim Schützenwirt in Miesbach am Roten Tisch zu geselligen politischen Gesprächen. Unter anderem wird es dabei um die neue SPD-Führung und die GroKo, die Kommunalwahlen 2020 und eine nachhaltige Energieversorgung von Haushalten durch Geothermie sowie den umweltfreundlichen Einsatz von wasserstoffbetriebenen Triebwagen im Schienennetz der BOB gehen. „Wir wollen auch über die Möglichkeiten des zukünftigen Energieträgers Wasserstoff im Verkehrswesen diskutieren: Rentabilität und Kosten im Vergleich zu Ottomotor und Elektroantrieb im Pkw“, erklärt Hager. ft

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