Kommunalwahl 2020

ÖDP möchte in den Kreistag – und benötigt dafür 340 Unterschriften

Stefan Leitner hat den ÖDP-Wahlvorschlag im Landratsamt abgegeben. Nun hofft die Partei auf genügend Unterstützerunterschriften, um bei der Kreistagswahl antreten zu dürfen.
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Stefan Leitner hat den ÖDP-Wahlvorschlag im Landratsamt abgegeben. Nun hofft die Partei auf genügend Unterstützerunterschriften, um bei der Kreistagswahl antreten zu dürfen.

Miesbach – Die ÖDP hat ihren Wahlvorschlag eingereicht und möchte damit in den Kreistag einziehen. Vor der Wahl im März benötigt die Partei aber bereits mindestens 340 Stimmen.

Die ÖDP möchte in den Miesbacher Kreistag einziehen. Und dafür benötigt die Partei auch schon vor der Wahl im März Stimmen. Denn bis zum 3. Februar müssen 340 Bürger unterschreiben, damit die Ökodemokraten als Partei zur Wahl überhaupt zugelassen werden. Den Wahlvorschlag der ÖDP hat Schatzmeister Stefan Leitner (Listenplatz 3) dieser Tage im Landratsamt eingereicht.

Jeder wahlberechtigte Landkreisbürger kann nun in seiner Gemeinde für die Teilnahme der ÖDP an der Kreistagswahl unterschreiben. Hier genügend Unterstützer zu finden, ist das erste Ziel. Und dann sollen im März wieder viele Bürger ihr Kreuzchen bei der ÖDP machen. Fünf Prozent und damit drei Mandate gibt Spitzenkandidat Olaf Fries für die Kreistagswahl als Ziel aus.

Thematisch möchte sich die Partei um Flächenfraß und Artenvielfalt kümmern sowie um alternative Verkehrslösungen. Dabei denkt Leitner etwa an den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Pendlerparkplätze, Verkehrsberuhigung und Tempolimit, Radwege sowie Mieträder an Bahnhöfen.

Kommunalwahl 2020: Volksbegehren "Rettet die Bienen" läuft weiter

„Natürlich brauchen wir auch bessere Informations- und Anreizsysteme, neue Umgehungsstraßen brauchen wir jedoch nicht,“ sagt er. Kristina Roedel (Listenplatz 2) erklärt, für auswärtige Unternehmen dürften keine neuen Gewerbegebiete geschaffen werden und auch sonst dürfen neue Flächen nur im Ausgleich eines Rückbaus bestehender Gebäude verbaut werden.

Fries verspricht darüber hinaus, die Ziele und Forderungen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ weiterzuverfolgen und auszubauen. „Das bedeutet für uns selbstverständlich auch die Regionalität und die Landwirtschaft zu fördern und die Bauern mit einzubeziehen“, erklärt er.

Für die Kreis-ÖDP ist klar: „So können wir nicht weitermachen“. Es gebe viel zu tun und „wir werden uns mit voller Energie und Leidenschaft für diese Ziele einsetzen und unser Motto ,Weniger ist mehr‘ in den Landkreis bringen“. Dafür hat die ÖDP eine Liste mit Kandidaten zwischen 18 und 73 Jahren aus verschiedensten Berufen aufgestellt. ft

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