Ein Z soll es werden

Neubau bis 2024: So soll das neue Miesbacher Landratsamt aussehen

Der Ersatzbau des Landratsamtes soll in Z-Form ausgeführt werden. Diese Planung punktet unter anderem durch den zur Münchner Straße hin offenen Innenhof, den auf der anderen Seite die Bestandsgebäude (Häuser A und F) begrenzen.
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Der Ersatzbau des Landratsamtes soll in Z-Form ausgeführt werden. Diese Planung punktet unter anderem durch den zur Münchner Straße hin offenen Innenhof, den auf der anderen Seite die Bestandsgebäude (Häuser A und F) begrenzen.

Miesbach/Rottach-Egern – Der Kreisausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung die Planungsvariante für den Ersatzbau des Landratsamtes in Miesbacher festgelegt.

Der Kreisausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung die Planungsvariante für den Ersatzbau des Landratsamtes festgelegt. Demnach soll der neue Baukörper an der Münchner Straße in Miesbach in Z-Form errichtet werden. Das Gremium, das aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Abstandsforderungen im geräumigen Rottacher Seeforum statt in Miesbach zusammenkam, hat sich einstimmig für diese Variante ausgesprochen.

Entscheiden mussten sich die Kreisräte zwischen den beiden erstplatzierten Entwürfen des Architektenwettbewerbs. Beide waren auf ein erweitertes Raumprogramm mit 229 Arbeitsplätzen geprüft worden. Und letztendlich sammelte wiederum der ursprüngliche Siegerentwurf, das Z-förmige Gebäude, gegenüber dem Ersatzbau in C-Form deutlich mehr Pluspunkte. Letzterer führe zu einem städtebaulich nicht akzeptablen Ergebnis, heißt es vonseiten der Kreisverwaltung.

In der Variante 2 rücke das neue Gebäude zu nahe an den Bestand, die Häuser A und F. Die Grundfläche müsste für eine verträgliche Lösung reduziert werden, was aber wiederum Einbußen im Raumprogramm bedeuten würde. So war sich das Gremium letzten Endes darin einig, was Paul Fertl (SPD) so auf den Punkt brachte: „Für mich kommt nur die Z-Lösung infrage.“

Der Mittelteil ist in etwa rechtwinklig zur Münchner Straße geplant, einer der beiden Seitenflügel liegt dann entlang der Straße, in Richtung stadtauswärts. Somit entsteht zwischen dem Neubau und dem Bestand ein zur Straße offener Innenhof. Der Baumbestand kann weitgehend erhalten bleiben, das Raumprogramm wird erfüllt. Allerdings muss für diese Variante die Riezlerstraße verlegt werden. Und als Nachteil bleibt, dass der nebenan geplante Wohnungsbau laut Kreisverwaltung auf ein Minimum zusammenrücke.

Einen Kostenunterschied zwischen den beiden Varianten gebe es nicht, erklärte Gerhard de Biasio auf die Frage von Josef Bierschneider (CSU). Da mit den gleichen Grundflächen geplant werde, „sind es nach dem jetzigen Stand auch in etwa die gleichen Kosten“, sagte der Kreiskämmerer. Auch dass die Riezlerstraße verlegt werden muss, kostet nicht mehr. Aufgrund des Tiefgaragenbaus, der bis unter die Straße reiche, müsste diese auch bei der anderen Variante nach der Maßnahme erst wiederhergestellt werden.

Zuletzt waren Kosten in Höhe von etwa 30 Millionen Euro für das Projekt genannt worden. 2024 soll der Neubau bezugsfertig sein. Ingrid Pongratz (CSU), scheidende Miesbacher Bürgermeisterin, appellierte an die Vertreter des Landratsamtes, das Vorhaben in enger Absprache mit der Stadt voranzutreiben. ft

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