Feierliche Einweihung

Drei neue Geräte für den Katastrophenschutz im Landkreis Miesbach

Jens Zangenfeind, Siegfried Faltlhauser, Christian Pölt, Anton Riblinger und Karl Limmer vor Fahrzeugen für den Katastrophenschutz in Miesbach.
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Vize-Landrat Jens Zangenfeind (2.v.r.) weihte zusammen mit (v.l.) Siegfried Faltlhauser (THW Miesbach), Christian Pölt (Einsatzleiter Katastrophenschutz), Kreisbrandrat Anton Riblinger und Kreisbrandinspektor Karl Limmer die neuen Geräte und Fahrzeuge für den Katastrophenschutz ein.

Miesbach/Landkreis – Ob Schneekatastrophe, Hochwasser oder Corona – der Landkreis muss gerüstet sein für Einsätze und außergewöhnliche Ereignisse. Drei neue Geräte helfen nun, diese bewältigen zu können.

„Das neue Fahrzeug der ,Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter‘ kam gerade zur richtigen Zeit“, teilt der Landkreis mit. Nur eine Woche vor Beginn der Corona-Pandemie wurde es geliefert. In den darauffolgenden Wochen und Monaten zeigte sich der Nutzen. An den drei Arbeitsplätzen mit PC und Funkausstattung koordinierten 25 Freiwillige von Feuerwehren und THW über Wochen hinweg in 24-Stunden-Schichten die gesamte Beschaffung und Verteilung von persönlicher Schutzausrüstung.

„Der Corona-Einsatz im neuen Auto war der größte Einsatz in der Geschichte der Unterstützungsgruppe“, erklärt Landratsamt-Sprecherin Sopie-Marie Stadler. Die Gruppe werde normalerweise gerufen, wenn der örtliche Einsatzleiter – meist Kreisbrandrat Anton Riblinger oder einer seiner Stellvertreter – bei Großschadenslagen schnell ein schlagkräftiges Team zur Unterstützung im Hintergrund braucht. Das Fahrzeug verfügt über einen kleinen Besprechungsbereich und eine Satellitenanlage für Internet und Telefon.

Auch ein zweites Fahrzeug kam gleich während der Corona-Pandemie zum Zug. Landkreis, Gemeinden und der Helferverein des THW haben gemeinsam einen Telelader beschafft und dem THW Ortsverband Miesbach zur Verfügung gestellt. Er wird beim Beladen von Fahrzeugen, Befüllen der Sandsackfüllanlage bei Hochwasser eingesetzt. Auch bei Hubarbeiten wenn es eng ist und auf unebenem Untergrund ist der Manitou gefragt. Beim Auf- und Abbau der Bauzäune um unter Quarantäne gestellte Gebäude und beim Bau des Corona-Testzentrums wurde der Lader genutzt.

Beide Geräte wurden vor kurzem feierlich eingeweiht. Stellvertretender Landrat Jens Zangenfeind und Christian Pölt, Einsatzleiter Katastrophenschutz am Landratsamt, übergaben die Geräte offiziell an Kreisbrandrat Riblinger, Kreisbrandinspektor und Leiter Unterstützungsgruppe Karl Limmer sowie an Siegfried Faltlhauser, den Ortsbeauftragten des THW Miesbach.

Eine dritte Gerätschaft wurde gleich mit eingeweiht, die zwar nicht während der Corona-Pandemie benötigt wird, aber sicher früher oder später in einer anderen Katastrophen-Lage: ein Stromaggregat mit eingebautem Lichtmast für die großflächige Ausleuchtung von Einsatzstellen, für die Bereitstellung größerer Mengen elektrischer Energie vor Ort für beispielsweise Notunterkünfte oder ganz klassisch bei Stromausfall zur Versorgung von Gebäuden und Anlagen. ft

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