Sauberer Strom vom Dach

Neue Photovoltaikanlage auf der Realschule: 17.000 Kilogramm weniger Kohlendioxid

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Freuen sich über die neue Anlage: (v.l.) Klimaschutzmanagerin Mona Dürrschmidt, Schulleiter Thomas Kaspar und Landrat Wolfgang Rzehak sowie Ursula Lasslop und Gerhard de Biasio.

Miesbach – Ökostrom wird nun auf dem Dach der Miesbacher Realschule produziert. Einen Großteil davon braucht die Schule jedoch selber.

Der Landkreis arbeitet weiter an der Energiewende. Und ist auf dem Weg wieder einen Schritt weiter. Seit Kurzem produziert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Realschule in Miesbach Strom. „Sie verringert den Kohlendi­oxidausstoß im Jahr um 17 Tonnen“, teilt das Landratsamt mit.

Die Errichtung der Anlage geht auf den verstorbenen Stadt- und Kreisrat Peter Haberzettl zurück. In seiner Funktion als Vorstand der Energiewende Oberland hatte er angeregt, alle Dächer von Schulen im Landkreis auf eine mögliche Nutzung hin zu überprüfen. Bei der offiziellen Inbetriebnahme der Anlage erinnerte Landrat Wolfgang Rzehak dann auch an Haberzettl: „Er war einer der wesentlichen und wichtigsten Treiber der Energiewende im Landkreis Miesbach. Um diese PV-Anlage auf der Schule hat er sich bis ganz zuletzt immer noch gekümmert und sich informieren lassen.“

Weitere Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gymnasiums?

Eine vergleichbare Anlage gegenüber auf dem Dach des Gymnasiums war aus statischen Gründen nicht möglich. Darum konzentrierte sich Haberzettl auf die Anlage der Realschule, plante, erarbeitete ein Konzept, bereitete die Ausschreibung vor und wählte die Module aus. Der Kreisausschuss hatte im Sommer 2018 die Mittel bewilligt.

Mit 47.000 Euro war die Anlage am Ende sogar günstiger als geschätzt. Nun produzieren 107 Module mit einer Fläche von 175 Quadratmetern auf dem Kiesflachdach Strom. Nach der Planung sollen 83 Prozent der erzeugten Energie von der Schule selbst verbraucht werden. 17 Prozent werden in das örtliche Stromnetz eingespeist – hauptsächlich zu Zeiten, an denen die Schule nicht viel Strom verbraucht, etwa in den Sommerferien. Nach rund sieben­einhalb Jahren hat sich die Anlage laut Landratsamt ausgezahlt. Die Lebensdauer wird auf 20 Jahre geschätzt.

Die Anlage passt auch sehr gut ins Gesamtkonzept der Realschule, wie Leiter Thomas Kaspar sagte: „Unsere Umwelt-AG ist sehr aktiv. Auch unser Pausenverkauf bemüht sich um Nachhaltigkeit. Jeden Tag wird hier ein Tipp für die Schülerinnen und Schüler ausgehängt, wie sie sich umweltbewusst verhalten können. Über die neue PV-Anlage freuen wir uns darum sehr. Sie ist ein weiterer Schritt hin zur Umweltschule.“ ft

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