Öko-Modellregion informiert

Wie es bald noch mehr blüht und summt im Landkreis Miesbach

Stephanie Stiller, Projektmanagerin der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland, stellt die kommunale Blühflächenbeschilderung vor.
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Stephanie Stiller, Projektmanagerin der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland, stellt die kommunale Blühflächenbeschilderung vor.

Miesbach – Über Blühflächen für Insekten berichteten Stephanie Stiller von der Öko-Modellregion und andere Experten jüngst kommunale Bauhöfe.

Nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Bayern Anfang 2019 haben viele Kommunen im Landkreis Miesbach bereits Blühflächen der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland (ÖMR) beschildert sowie mit vielen anderen Projekten Flagge gezeigt, um die heimische Artenvielfalt zu erhalten. Die ÖMR hat die Kommunen nun in einem weiteren Schritt mit einer informativen Veranstaltung für die kommunalen Bauhofmitarbeiter unterstützt und die Fortbildung „Artenvielfalt auf kommunalen Flächen – wie kann der Bauhof unterstützen“ angeboten.

Die ÖMR veranstaltete die Fortbildung in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Miesbach, dem Landschaftspflegeverband Miesbach und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen. „Die Einladung wurde sehr gut angenommen und es kamen knapp 40 Bauhofleiter, Mitarbeiter und Gärtner der kommunalen Bauhöfe zu unserer Fortbildung ins Landratsamt“, berichtet Stephanie Stiller, Projektmanagerin der ÖMR.

Arno Jaeger vom Fachlichen Naturschutz des Landratsamtes Miesbach referierte über Straßenbegleitgrün und die Pflege unter naturschutzfachlichen Aspekten. Elisabeth Kitzeder vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen klärte die Anwesenden auf, wie sie Kreuzkräuter erkennen und damit umgehen können. Dabei ging sie auch auf die dringliche Kooperation von Kommunen und Landwirten ein, um die sich stark vermehrenden Kreuzkräuter einzudämmen. Insbesondere sind das Jakobskreuzkraut und das Wasserkreuzkraut – beide hochgiftig – auf dem Vormarsch und nutzen jede Lücke, um sich zu vermehren.

Zur Anlage und maschinellen Pflege von naturschutzfachlich hochwertigen Blühflächen berichtete Mathias Fischer vom Landschaftspflegeverband Miesbach und stellte auch die Möglichkeiten der Blühsamenübertragung und das Thema Bodenvorbereitung vor. Den Abschluss machte Stephanie Stiller von der Öko-Modellregion und warb noch einmal für die kommunale Beschilderung von Blühflächen. Sie klärte über Sinn und Zweck sowie die Verwendung der Beschilderung auf. Angeregt stellten die Teilnehmer Fragen und diskutierten über verschiedene Probleme. ksl

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