Lebhafter Ausflugsverkehr ins Tegernseer Tal

Coronavirus in Oberbayern: Polizei führt fast 21.000 Kontrollen durch

Fast 21.000 Kontrollen hat das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd in der vergangenen Woche wegen des Coronavirus durchgeführt. Polizeipräsident Robert Kopp appelliert weiter an die Vernunft der Landkreisbürger.
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Fast 21.000 Kontrollen hat das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd in der vergangenen Woche wegen des Coronavirus durchgeführt. Polizeipräsident Robert Kopp appelliert weiter an die Vernunft der Landkreisbürger.

Landkreis – Fast 21.000 Kontrollen hat die Polizei wegen des Coronavirus im südlichen Oberbayern durchgeführt. Weitere sollen folgen, denn noch immer halten sich nicht alle an die Ausgangsbeschränkung.

Seit dem 21. März gilt für den Freistaat Bayern eine vorläufige Ausgangsbeschränkung, um die Covid-19-Pandemie einzudämmen. Seitdem bis einschließlich Sonntag, 29. März, 6 Uhr, kontrollierte die Polizei im südlichen Oberbayern 20.744-mal, ob die neuen Regeln eingehalten werden. "In der Gesamtheit fällt die polizeiliche Zwischenbilanz positiv aus", Berichtet Sprecherin Carolin Hohensinn vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd. "Die Ausgangsbeschränkungen haben eine hohe Akzeptanz und werden von den Menschen in der Region überwiegend beachtet." Das teils schöne Wetter am vergangenen Wochenende verursachte dabei im südlichen Oberbayern einen erhöhten Kontroll- und Überwachungsaufwand für die Polizei. Festgestellte Verstöße wurden konsequent geahndet.

Von Samstag, 21. März, 0 Uhr, bis Sonntag, 29. März, 6 Uhr, wurden also im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd 20.744 Kontrollen durchgeführt, um die Verordnung der bayerischen Staatsregierung anlässlich der Covid-19-Pandemie durchzusetzen. Dabei wurden rund 1.169 Verstöße festgestellt. Bei 1.019 dieser 1.169 Verstöße wurde die Ausgangsbeschränkung missachtet. In 679 Fällen wurden diese Verstöße angezeigt, in den anderen Fällen wurde mündlich verwarnt.

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Der seit der Ausgangsbeschränkung einsatzreichste Tag für die Beamten im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd war der Samstag (28. März). Mit 200 Einsätzen mit Bezug zur Covid-19-Pandemie wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Zum Einsatz kamen neben den Dienststellen des Präsidiums und der alpinen Einsatzgruppe auch Unterstützungskräfte der bayerischen Bereitschaftspolizei sowie die Polizeihubschrauberstaffel. Allein an diesem Tag wurden von den eingesetzten Kräften 3.031 Kontrollen durchgeführt, bei denen 504 Verstöße festgestellt wurden. Dabei wurden 186 Anzeigen erstattet.

"Ein besonderes Augenmerk bezüglich der Einhaltung der Auflagen – unter anderem keine Gruppenbildung, Mindestabstand von 1,50 Metern sowie sozialer Kontakt nur zu im selben Hausstand lebenden Angehörigen – richtete sich aufgrund des schönen Frühlingswetters auf die Regionen mit beliebten Ausflugszielen", heißt es weiter. Im Tegernseer Tal kam es zu lebhaftem Ausflugsverkehr, wobei dieser in der Ausflugsregion größtenteils ohne Gruppenbildung verlief.

Insgesamt haben sich die Menschen allerdings verantwortungsbewusst gezeigt, indem sie die Regeln nahezu durchweg beachtet haben, die das Infektionsrisiko eindämmen sollen. Dafür bedankt sich das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd mit allen seinen Dienststellen mit einem herzlichen „Vergelt's Gott!“.

Coronavirus in Oberbayern: Appell des Polizeipräsidenten

Dennoch möchten sich Polizeipräsident Robert Kopp und Polizeivizepräsidentin Eva Schichl mit diesem eindringlichen Appell an die Bevölkerung wenden: „Die erste Woche der Ausgangsbeschränkung liegt hinter uns. Wir sind froh, dass die Ernsthaftigkeit der Lage, die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöst wurde, dem überwiegenden Teil der Bevölkerung mittlerweile bekannt ist. Dementsprechend umsichtig und besonnen wird in den meisten Fällen gehandelt. Unseren Kollegen, die Tag und Nacht für Sie und Ihre Sicherheit im Einsatz sind, ist ein hervorragender Mix aus Augenmaß, Fingerspitzengefühl und Konsequenz bei der Überwachung, Kontrolle und Durchsetzung der Regeln gelungen. Fest steht aber auch: Die Ernsthaftigkeit der Situation haben leider noch immer nicht alle erkannt. Gegen diejenigen, die durch ihr unvernünftiges und uneinsichtiges Verhalten die Gesundheit und das Leben anderer riskieren, werden wir weiter konsequent vorgehen. Wir werden nicht müde, an Sie zu appellieren: Beachten Sie die Verbote und Beschränkungen! Halten Sie Abstand und beschränken Sie Ihre persönlichen Kontakte auf ein Minimum! Passen wir gut aufeinander auf – damit retten wir gemeinsam das Leben von Menschen! Zeigen Sie Solidarität und übernehmen Sie damit Verantwortung für sich und andere!“

Die bayerische Polizei wird das Einhalten der Ausgangsbeschränkung sowie die Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen auch weiterhin intensiv kontrollieren, Verstöße dagegen konsequent unterbinden und zur Anzeige bringen. ksl

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