Busse bald im Takt

Nahverkehr für den Landkreis Miesbach: So läuft's aktuell

RVO-Haltestelle in Miesbach
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Miesbach/Landkreis – Der Nahverkehrsplan für den Landkreis Miesbach gewinnt an Form. Fachbereichsleiter Peter Schiffmann hat nun über die aktuelle Situation informiert.

Der Nahverkehrsplan für den Landkreis Miesbach ist ein umfangreiches Werk: Auf 260 Seiten sind zwölf Bereiche – vom Radweg bis zum MVV-Beitritt – und Maßnahmen ausgearbeitet. Wie es bei der Umsetzung des vom Kreistag Ende 2019 beschlossenen Werks vorangeht, hat Peter Schiffmann, Fachbereichsleiter Mobilität beim Landratsamt, vor Kurzem dem Kreisentwicklungsausschuss berichtet.

Priorität sollte die Anbindung von Bussen an die Bahn auf den touristischen Achsen bekommen. Und da meldete Schiffmann einen Erfolg: Zwar gibt es laufende Verträge und das Vergaberecht schränkt ebenfalls ein, doch mit Beginn der Sommerferien sollen Busse getaktet nach den Bahnankunftszeiten von Schliersee zum Spitzing und von Tegernsee nach Kreuth fahren.

„Am Wochenende besteht eine Anbindung fast aller Zwischentakte“, sagte Schiffmann. Piesenkam wird besser angebunden, Schülerbusse über Waakirchen nach Gmund werden reguläre Linie. Zudem schaue es ganz gut aus, sagte Schiffmann, dass in Piesenkam künftig Anruf-Sammel-Taxis (AST) aus der AST-Insel Holzkirchen gerufen werden können.

Auf den Gleisen wird der Wechsel der Züge vollzogen. Zudem läuft die Machbarkeitsuntersuchung zur Elektrifizierung der Bahnstrecken im Oberland. Vor konkreten Schritten werde dann aber auch geprüft, ob es sinnvolle alternative Antriebe gibt.

Am MVV-Beitritt wird gearbeitet. Er kann frühestens Ende 2023 erfolgen. Vorher wird wohl auch kein vom Freistaat zur Hälfte finanzierter Alpenbus die Alpenlandkreise verbinden. Bedauern löste aus, dass die Linie von Rosenheim kommend nicht über Irschenberg, sondern über Bad Feilnbach nach Miesbach führt.

Wie wichtig die Anbindung an die Kreisstadt gerade für Senioren ist, brachte Bürgermeister Klaus Meixner zum Ausdruck. Dessen ist sich Schiffmann bewusst. Nachdem sich die Hoffnung mit dem Alpenbus zerschlagen hat, müsse sich jetzt der Landkreis selbst um die Verbindung kümmern, sagte Schiffmann.

Die Wendelstein-Ringlinie soll es auch über 2021 hinaus geben. Der entsprechende Beschluss ist im Herbst fällig. Gute Nutzerzahlen wies Schiffmann der Wohin-du-willst-App zu, die aktuelle Infos liefert.

Auch der Radverkehr ist ein wichtiger Baustein: So läuft die Machbarkeitsstudie für eine Direktverbindung von Otterfing nach Gmund. Weitere Projekte wie etwa den Radweg von Gmund nach Hausham sowie Radschutzstreifen in Holzkirchen, Gmund und Bad Wiessee begleite der Landkreis konstruktiv, erklärte Schiffmann.

Die neue Stelle der Mobilitätsmanagerin beim Landratsamt übernimmt ab August Mona Dürrschmidt. Die Zukunftswerkstatt Mobilität soll mit Behörden, Verbänden, Verkehrsunternehmen und Lokalpolitikern weitergeführt werden. ft

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