„Unternehmen kämpfen ums Überleben“

Miesbach schickt Corona-Hilferuf an Ministerpräsident Markus Söder

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor einem Plakat
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Abstand halten! Dieses Gebot ist in Corona-Zeiten erste Bürgerpflicht – auch für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Miesbach – Einen Corona-Hilferuf aus Miesbach haben Bürgermeister Gerhard Braunmiller und Wirtschaftsreferent Florian Perkmann an Ministerpräsident Markus Söder geschickt.

Dass der Lockdown Unternehmer hart trifft, hat Florian Perkmann (SPD) zuletzt wieder im Stadtrat klar gemacht. Er selbst hat über soziale Medien bereits einen offenen Brief an Markus Söder verbreitet. Nun wendet sich die Stadt an den Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Wirtschaftsreferent Perkmann bat im Stadtrat um einen Hilferuf an die Regierung. Nun ist dieser getätigt. In dem Schreiben machen Perkmann und Bürgermeister Gerhard Braunmiller deutlich, wie sehr die Not vieler Menschen wächst, sie eine Perspektive erwarten. Unternehmen bangen um ihre Existenz. „Das ist auch bei uns in Miesbach so“, heißt es in dem Brief.

Die Kundenfrequenz in der Innenstadt sei deutlich rückläufig, viele Arbeitsplätze seien gefährdet. „Wir bewegen uns von einem Lockdown in den nächsten, die Unternehmen kämpfen ums Überleben“, schreiben Braunmiller und Perkmann. Die Möglichkeit zu Click and Collect sei richtig, aber nur ein Anfang.

Die Unterzeichner des Briefs plädieren dafür, im Namen der Gewerbetreibenden der Stadt Miesbach, dass sich bei rückläufigen Infektionszahlen spürbare Lockerungen ergeben müssen. Die Geschäfte und Gaststätten müssen wieder öffnen können und die Unterstützungsprogramme müssen schnell an die Realitäten angepasst werden.

Hier das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Söder,

es wächst die Not vieler Menschen, die ein baldiges Ende des Lockdowns herbeisehnen. Vor allem die Ungewissheit darüber, wie es weitergeht, bedrückt viele Menschen. Die Rufe nach einer klaren Marschroute werden dadurch immer lauter.

Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Geschäfte, verunsicherte Verbraucher, in vielen Bereichen, besonders im Textilhandel, bangen die Unternehmen um ihre Existenz.

Das ist auch bei uns in Miesbach so.

Die Kundenfrequenz in der Innenstadt ist deutlich rückläufig, wir rechnen mit vielen gefährdeten Arbeitsplätzen.

Wir bewegen uns von einem Lockdown in den nächsten, die Unternehmen kämpfen ums Überleben.

Das neue Jahr brachte bislang keine wirkliche Erholung. Es besteht die Gefahr, dass die Corona-Krise viele Miesbacher Unternehmen in die Insolvenz treibt.

Die Möglichkeit zum „Click and Collect“ war richtig, aber nur ein Anfang.

Wir plädieren dafür, im Namen der Gewerbetreibenden der Stadt Miesbach, dass sich bei rückläufigen Infektionszahlen spürbare Lockerungen ergeben müssen. Die Geschäfte und Gaststätten müssen wieder öffnen können und die Unterstützungsprogramme müssen schnell an die Realitäten angepasst werden.

In der Hoffnung auf eine positive Rückantwort verbleiben wir,

mit freundlichen Grüßen

Dr. Gerhard Braunmiller/Florian Perkmann

1. Bürgermeister/Wirtschaftsreferent

ft

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