Höfe für Schule gesucht

Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis Miesbach treffen sich

Zur Sommertagung hat Kreisbäuerin Marlene Hupfauer (vorn, 2.v.r.) die Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis diesmal in der Oberlandhalle in Miesbach versammelt.
+
Zur Sommertagung hat Kreisbäuerin Marlene Hupfauer (vorn, 2.v.r.) die Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis diesmal in der Oberlandhalle in Miesbach versammelt.

Miesbach – Bei der Sommerarbeitstagung der Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis Miesbach in der Oberlandhalle sind aktuelle Projekte und Probleme diskutiert worden.

Wegen Corona ging es heuer nicht auf die Alm. Stattdessen lud BBV-Kreisbäuerin Marlene Hupfauer ihre Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis zur Sommerarbeitstagung in die Kantine der Oberlandhalle in Miesbach ein. Und noch eine Änderung: Um die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten zu können, durften nur die jeweils ersten Ortsbäuerinnen teilnehmen.

Mit dabei waren außerdem die stellvertretende Landes- und Bezirksbäuerin Christine Singer, Petra Düring von der BBV-Geschäftsstelle München, Nicole Fischer, BBV-Geschäftsstellenleiterin in Holzkirchen, und die stellvertretende Kreisbäuerin Andrea Rieder.

Nach dem Jahresrückblick, mitunter auf die Rezeptserie „Kochen mit Kindern“, war die Präsentation der Höfe in allen Facetten ein Thema. Gerade in der Zeit, in der die Landwirtschaft oft in der Kritik steht, sei es wichtig, die Höfe zu öffnen, findet Hupfauer. Verbrauchern und Kindern solle gezeigt werden, wie die Landwirte im Kreislauf der Natur und mit ihren Tieren arbeiten und leben.

Christine Singer regte gemeinsame Versammlungen für Ortsbäuerinnen und -obmänner an, um gezielt Aufgaben aufeinander abzustimmen und wahrzunehmen. Außerdem warb sie für die Gesundheitsangebote der SVLFG mit beispielsweise Vorträgen, dem Hautschutztag und der Aktion „Trittsicher“.

Reger Diskussionsbedarf bestand rund um das Thema „Schule fürs Leben“, berichtet Hupfauer. Seit mehr als sieben Jahren setzen sich die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband für mehr Alltagskompetenzen, bestehend aus Ernährung, Gesundheit, Haushaltsführung, Umweltverhalten und selbstbestimmtes Verbraucherverhalten in allgemeinbildenden Schulen ein. Ab dem kommenden Schuljahr sollen nun Schüler einmal während der Grundstufe (erste bis vierte Klasse) und einmal in der Sekundarstufe (fünfte bis neunte Klasse) an einer Projektwoche zum Thema „Schule fürs Leben“ teilnehmen und dabei Höfe besuchen. Die Anzahl der bereits gemeldeten Höfe im Landkreis nannte Hupfauer aber noch ausbaufähig.

Petra Düring, zuständig für die Bildungsarbeit in der BBV-Geschäftsstelle, stellte Vortragsangebote des Bildungswerkes vor und erläuterte das Hygiene- und Abstandskonzept für Veranstaltungen. Zum Abschluss bekamen die Bäuerinnen noch eine Führung durch den Zuchtverband von Geschäftsführer Christian Presslaber. ft

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Marktplatz Gute Geschäfte“ verbindet Vereine und Unternehmen nachhaltig
„Marktplatz Gute Geschäfte“ verbindet Vereine und Unternehmen nachhaltig
Abriss des Sundheimer gestartet
Abriss des Sundheimer gestartet
Weltcupsieg und EM-Titel: Natalie Geisenberger baut Gesamtwertung aus
Weltcupsieg und EM-Titel: Natalie Geisenberger baut Gesamtwertung aus
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels

Kommentare