Entwurf für die Riviera

Miesbach plant Spiel, Sport und Erholung im Park

Gestaltungsentwurf für die Riviera in Miesbach
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Die Riviera soll attraktiv für alle Bürger sein.

Miesbach – Die Stadt Miesbach hat für die Riviera große Pläne. Nachdem wegen des Asiatischen Laubholzbockkäfers ein Kahlschlag erfolgte, soll der Park für alle Generationen neu gestaltet werden.

Die Stadt nimmt das „Desaster“, wie es Astrid Güldner (Grüne) nannte, als Chance. Nach der auferlegten Rodung wird die Riviera neu gestaltet. Der Park soll attraktiv „für Jung und Alt“ werden, sagte Planerin Elisabeth Niggl (Büro Frei Raum) bei der Vorstellung ihrer Entwürfe im Stadtrat. Sie kamen sehr gut an, für Güldner waren sie Beleg, „dass aus einem Desaster etwas sehr sehr Schönes werden kann“. Und Bürgermeister Gerhard Braunmiller lobte „einen sehr gelungenen Konzeptvorschlag“.

Dieser enthält Elemente, die teilweise von den Stadträten angeregt worden waren. Wie Braunmiller berichtete, haben seit dem Kahlschlag vier Besprechungen zur Neugestaltung der Riviera stattgefunden. Thema waren die Nachpflanzungen sowie die Gestaltung eines Spielplatzes. Niggls Entwurf teilt den Park in mehrere Bereiche. Die Bänke am kleinen Weiher sollen erhalten bleiben, Holzplattformen dazu kommen. Die eignen sich sowohl für Meditationsübungen als auch für eine Brotzeit auf der Decke, erklärte Niggl.

Wer Entspannung sucht, kann sich auch in eine Holzhängematte legen. Ebenfalls in Nähe des Weihers hat Niggl Outdoorfitnessgeräte für nicht mehr so junge Bürger geplant. Etwas weiter bachaufwärts sollen sich Kleinkinder auf einem Spielplatz austoben, nochmal weiter dann die nicht mehr ganz Kleinen. Das Thema ist durch ein bereits gekauftes Spielschiff vorgegeben. „Maritim passt gut zur Riviera“, findet Niggl.

Weitere Elemente in ihrer Planung sind eine Hangrutsche, ein Streetball-Feld für die Jugend und eine Art Tribüne oder Arena als Aufenthaltsbereich. Für die Sitzgelegenheiten schlug Niggl Stein und Holz vor. Nachpflanzungen hat sie natürlich auch vorgesehen, die Baume spenden Schatten. „Ich freue mich darauf, was sich da entwickelt“, zeigte sich auch Verena Assum (CSU) angetan, wies aber darauf hin, dass die Stadt dafür „viel Geld in die Hand nehmen muss“.

Markus Seemüller (FWG) regte eine Bewerbung als Leader-Förderprojekt an. Außerdem plädierte er dafür, den Waitzinger Park in ein Gesamtkonzept einzubeziehen. Wie Michael Lechner (FWG) warnte Paul Fertl (SPD) davor, „die Riviera zu überladen“. Sie lebe auch von ihren freien Flächen, sagte Lechner.

An den Planungen, die mitunter vor der Bürgerversammlung im Waitzinger Keller (14. November) präsentiert werden, sollen sich auch Bürger beteiligen. Sie haben bis Ende des Jahres die Möglichkeit, Vorschläge per E-Mail an riviera@miesbach.de einzureichen. ft

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