Für die Stadt und Bayern

An diesen Stellen wehen bald wieder Flaggen vorm Miesbacher Rathaus

Links und rechts der Treppe sollen die Miesbacher und die bayerische Fahne wehen, zwei weitere Masten für temporäre Beflaggungen sollen an den Ecken des Gebäudes aufgestellt werden.
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Links und rechts der Treppe sollen die Miesbacher und die bayerische Fahne wehen, zwei weitere Masten für temporäre Beflaggungen sollen an den Ecken des Gebäudes aufgestellt werden.

Miesbach – Flaggen für Miesbach und Bayern: Der Stadtrat beschließt vier Masten und permanente Beflaggung an der Treppe.

Vor dem Miesbacher Rathaus sollen schon bald wieder Fahnen wehen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, vier Masten vor dem Verwaltungsgebäude aufstellen zu lassen. Dann sollen die bayerische und die Miesbacher Flagge permanent gehisst sein, bei entsprechenden Anlässen werden sie von der deutschen und der europäischen flankiert.

Das Thema beschäftigt die Stadt schon lange. Seit dem Umbau des südlichen Rathausumfelds gibt es keine Möglichkeit mehr zur – von der Bundesregierung angeordneten – Beflaggung, weil die Fahnenmasten vor der Bücherei nicht mehr aufgestellt werden konnten. Die Suche nach einem neuen Standort gestaltete sich schwierig, als Option wurden auch Halterungen an der Rathausfassade geprüft. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass Sicherheitsvorkehrungen getroffen müssten, damit dem Mitarbeiter nichts passiert, der die Fahnen setzt. Auch die Untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamts ist gegen eine Fassadenvariante. Das würde der Bedeutung des Gebäudes nicht gerecht, wie Architekt Christian Boiger dem Stadtrat nochmal verdeutlichte.

In einer Vorbesprechung hatte er Bürgermeister Gerhard Braunmiller, dessen Vertreter und den Fraktionsführern bereits seine Überlegungen aus denkmalpflegerischer und städtebaulicher Sicht erläutert. Als anständige, würdige Lösung und der Stadt angemessen bezeichnete Boiger die Variante mit vier Fahnenmasten. Sie sollen, abgerückt von der Fassade, auf dem Vorplatz stehen. Zwei am östlichen und westlichen Eck der Gebäude-Nordseite, zwei im Bereich der Treppe.

„Das umrahmt den Eingang“, zeigte sich Franz Mayer (CSU) angetan, „und die Außenmasten fallen gar nicht so auf“. Sein Fraktionssprecher Erhard Pohl war erst auf den zweiten Blick überzeugt. Anfangs hatte er sich noch dafür ausgesprochen, dass die beiden inneren mobile Masten sein sollten. Wenn also nicht beflaggt ist, sollten sie komplett entfernt sein. Die in der Sitzung gezeigte Grafik gefiel dann aber auch Pohl: „Im Nachhinein finde ich die Lösung dem Gebäude entsprechend.“

Der Entwurf war mit acht Meter hohen Masten und vier Meter langen Fahnen gezeichnet. „Ich finde das eine sehr gelungene Lösung“, sagte Michael Lechner (FWG). Auch sei sie dauerhaft die einzig praktikable Möglichkeit. Sonst müssten Bauhofmitarbeiter zehn oder zwölfmal im Jahr die Acht-Meter-Masten umlegen, wegbringen und deponieren. Zu viel Aufwand, findet Lechner.

Dem stimmte Christian Mittermaier (CSU) zu, sprach sich aber aus Kostengründen für Halterungen an der Fassade aus, statt den Rathausvorplatz wieder aufzureißen. Dieser Meinung war auch seine Fraktionskollegin Verena Assum, die überzeugt ist, dass es auch ansprechende Möglichkeiten an der Fassade gibt. Als Beispiel nannte sie das Aiblinger Rathaus. Auch Markus Baumgartner, ebenfalls CSU, sprach sich deutlich gegen Fahnenmasten aus. „300 Tage und mehr stehen nackerte Alumasten herum“, sagte er. Diese missfallen ihm nicht nur, sondern stören auch, wenn jemand das Rathaus fotografieren möchten. Auch bei Trauungen, wenn die Hochzeitsgesellschaft sich für ein Bild aufstellt, seien die Masten immer im Weg.

Am Ende folgte die Mehrheit des Gremiums aber doch den Empfehlungen von Christian Boiger. Die beiden mittleren Fahnenmasten sollen etwas weiter vom Rathaus abgerückt sein als die äußeren. „Aber das liegt in Ihrer Entscheidung“, sagte Boiger zu den Stadträten. Die genauen Positionen stehen noch nicht fest, sie werden auch danach festgelegt, wo genau im Boden des Rathausvorplatzes Leitungen verlegt sind. Bei fünf Gegenstimmen fasste das Gremium den entsprechenden Beschluss. „Die Lösung ist für das Rathaus das Schönste“, findet Hedwig Schmid (SPD). ft

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