Eine Hürde gibt es noch

Miesbach beschließt neues Warmbad: Termin für Baubeginn gibt es bereits

Warmbad Miesbach
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Das Warmbad in Miesbach wird umgebaut. Den Beschluss dazu haben die Stadträte gefasst.
  • VonFridolin Thanner
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Miesbach – Lange wurde über die Zukunft des Warmbad Miesbach diskutiert. Nun gibt es einen Beschluss zum Neubau im Stadtrat.

Es ist nur noch eine Hürde zu nehmen, dann kann im September 2022 der Umbau des Miesbacher Warmbads beginnen. Die Stadträte haben die Modernisierung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Es ist der Auftrag an Kämmerer Josef Schäffler, die große Aufgabe in den Haushalt aufzunehmen. Kommt kein Veto von höherer Stelle zur Finanzplanung, geht es nach der Badesaison 2022 los mit dem Umbau. Badereferent Erhard Pohl (CSU) sprach von einem großen Weihnachtsgeschenk für Miesbach angesichts des Beschlusses kurz vor Jahresende.

„Das ist heute ein klares Bekenntnis“, sagte Stefan Griesbeck (CSU) und zeigte sich „optimistisch, dass wir es im Haushalt unterbringen“. Auf gut 4,1 Millionen Euro netto belaufen sich die Kosten. Wie Bürgermeister Gerhard Braunmiller erklärte, ist mit einem Zuschuss in Höhe von 870.000 Euro zu rechnen. Zudem bestehe die Hoffnung, auch Gelder aus dem Leader-Programm zu bekommen. Einstimmig haben die Stadträte beschlossen, den entsprechenden Antrag zu stellen.

Alles hängt vom Haushalt 2022 ab

Braunmiller rechnet mit der Baugenehmigung im Januar, anschließend mit der Förderzusage durch die Bezirksregierung. Dann fehlt noch die Genehmigung des Haushalts. Gibt es von der Rechtsaufsicht beim Landratsamt keinen Widerspruch gegen die Finanzplanung der Stadt, darf diese loslegen.

Für das Umsetzen der Baumaßnahme müssen die Stadträte zwar noch einen Beschluss fassen, doch an der Zustimmung besteht nach der jüngsten Sitzung kein Zweifel. Die Räte waren sich einig, dass es endlich losgehen soll.

Kritik am Heizen mit Solarenergie

„Die Verschieberei in der Vergangenheit hat uns viel Geld gekostet“, sagte Griesbeck. „Es wird immer noch teurer“, ist auch Franz Mayer (CSU) sicher. „Wir alle wollen das Bad“, machte Paul Fertl (SPD) deutlich. Manfred Burger (Grüne) hofft, „dass wir im nächsten Jahr wirklich weiterkommen“. Michael Lechner (FWG) erneuerte zwar seine Kritik daran, das Wasser mit mehr als nur Solarenergie zu heizen, sagte aber: „Der Umbau ist wichtig, schauen wir, dass wir ihn stemmen können.“

Sein Fraktionskollege Markus Seemüller, der ebenfalls nicht für den Anschluss ans Wärmenetz ist, hielt auch die Vorgehensweise für nicht richtig. Er wollte erst den Haushalt aufstellen, dann die Beschlüsse zum Bad fassen. Dem entgegnete Griesbeck mit einem Verweis auf eine frühere Diskussion. Da monierte Seemüller, dass Projekte im Haushalt stehen, für die noch keine Beschlüsse gefasst sind. „Und jetzt ist es wieder nicht recht“, merkte Griesbeck in Richtung Seemüller an.

Anschluss ans Biomasseheizwerk

Am Ende stimmte nur Michael Lechner gegen den Umbau. Dem Auftrag an Bürgermeister Braunmiller, mit dem Landkreis einen Vorvertrag über die Wärmelieferung für das Bad zu schließen, verweigerten neben Lechner auch seine Fraktionskollegen Seemüller und Andreas Reischl die Zustimmung.

Für die Beheizung des Warmfreibads ist ein Anschluss an das Biomasseheizwerk des Landkreises vorgesehen. Dafür werden Leitungen von der Sporthalle des Gymnasiums zum Warmbad verlegt. Außerdem ist eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung geplant. Die Besucher erwartet nach dem Umbau ein Edelstahl-Mehrzweckbecken mit zwei 50- und vier 25-Meter-Bahnen sowie unter anderem eine Breitrutsche und ein separates Kleinkinderbecken. ft

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