Wohnraum in Miesbach

Stadtrat schickt Pläne für Baugebiet „Am Gschwendt“ in nächste Runde

Ersatz muss her, wenn der Parkplatz an der Von-Vollmar-Straße wegkommt. Michael Lechner hat eine Fläche auf der anderen Seite des geplanten Wohngebiets ins Gespräch gebracht.
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Ersatz muss her, wenn der Parkplatz an der Von-Vollmar-Straße wegkommt. Michael Lechner hat eine Fläche auf der anderen Seite des geplanten Wohngebiets ins Gespräch gebracht.

Miesbach – Das Bebauungsplanverfahren für das Neubaugebiet "Am Gschwendt" in Miesbach nimmt langsam Form an. Doch noch sind nicht alle Hürden genommen.

Jetzt geht es in die zweite Runde der Öffentlichkeitsbeteiligung: Der Miesbacher Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Bebauungsplan für das Neubaugebiet „Am Gschwendt“ gebilligt. Große Änderungen zum ersten Entwurf gibt es nicht. Am Ende stimmten die Räte auch einmütig zu. Kritische Anmerkungen gab es dennoch.

„Wir sollten uns einen zeitlichen Schub geben“, sagte Paul Fertl und machte deutlich, dass dringend sozialer Wohnungsbau für Miesbach nötig sei. „Da ist in den vergangenen 25 Jahren nicht viel passiert“, merkte Fertl an. Auch die im Moment sehr guten Fördermöglichkeiten nannte er als Grund dafür, schnell voranzukommen. Am besten mit einem Kommunalunternehmen, findet Fertl.

„So schnell wie möglich vorantreiben“, forderte Florian Hupfauer (FDP), und Erhard Pohl (CSU) hält den Billigungsbeschluss für den großen Wurf Richtung Wohnungsbau. Er sprach von einer richtigen und wichtigen Sache. Lob für die gelungene Planung gab es von Michael Lechner (FWG). Er befürchtet jedoch, dass sich durch das Neubaugebiet in dem Bereich die Parkplatzproblematik verschärfen werde.

Der Meinung ist auch Florian Ruml: „Die Stellplätze sind der Knackpunkt.“ So sei durchaus mit erheblichem Besucherverkehr zu rechnen. „Wir sollten nicht nur die wegfallenden Eins zu Eins ersetzen, sondern schauen, dass wir so viele wie möglich dazubekommen“, sagte Ruml. Bei der Realisierung des Vorhabens werden etwa 50 Stellplätze an der Von-Vollmar-Straße verschwinden. Neben Anwohnern parken dort auch Friedhofsbesucher.

Als zumindest vorübergehende Lösung nannte Michael Lechner das nebenan liegende Grundstück des Freistaats, auf dem das Land Bayern vor wenigen Jahren Wohnraum für anerkannte Asylbewerber und sozial schwache Bürger schaffen wollte. Die Fläche ist noch immer frei. „Vielleicht kann man das mit einfachen Mitteln für Parkplätze herrichten“, sagte Lechner. „Wir werden das prüfen“, versprach Bürgermeister Gerhard Braunmiller.

In dem Entwurf ist weiterhin ein großer Grünstreifen vorgesehen, der als Spielplatz und zur freien Nutzung zur Verfügung steht. Ein echter Bolzplatz kann hingegen nicht angelegt werden. Wie Bauamtsleiter Lutz Breitwieser erläuterte, ist auch die Riviera keine Alternative. „Da darf nicht sein, was nicht sein soll“, kommentierte Fertl das Ergebnis der Prüfung. Dass ein Bolzplatz zu viel Lärm verursache, obwohl nur wenige Meter weiter die Bundesstraße verlaufe, ist für ihn nur schwer zu verstehen. ft

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