Stadtrat stimmt zu

Laufpark-Projekt in Miesbach und Hausham kommt gut voran

Insgesamt soll der Laufpark Miesbach-Hausham 58 Kilometer lang werden und sieben Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade aufweisen, wobei auch Kombinationen möglich sind.
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Insgesamt soll der Laufpark Miesbach-Hausham 58 Kilometer lang werden und sieben Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade aufweisen, wobei auch Kombinationen möglich sind.

Miesbach – Das Laufpark-Projekt der Stadt Miesbach und der Gemeinde Hausham läuft gut an. Der Stadtrat hat zugestimmt, die Kosten zu übernehmen – unter einer Bedingung.

Nachdem die Gemeinde Hausham in das Miesbacher Laufpark-Projekt mit eingestiegen ist, reichte die 2019 genehmigte Gesamtsumme von 20.000 Euro nicht mehr aus. Durch das größere Streckennetz stiegen die zu erwarteten Kosten auf 30.000 Euro. Da mit einer 50-prozentigen Förderung aus dem Leader-Programm gerechnet wird, kommt der Laufpark aber Miesbach im Endeffekt als Kooperationsprojekt günstiger.

Im November 2019 hatte der Stadtrat beschlossen, einen Laufpark mit einer Gesamtsumme von bis zu 20.000 Euro umzusetzen. Voraussetzung war, dass 50 Prozent davon aus dem Fördertopf des europäischen Leader-Projekts übernommen werden. Um Synergieeffekte zu erzielen, hatte die Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) als Projektplaner daraufhin mit der Nachbargemeinde Hausham Verbindung aufgenommen, die dann auch als Projektpartner einstieg. Damit wurde ein größeres Streckennetz möglich, das allerdings auch mit 30.000 Euro mehr kostet – abzüglich 15.000 Euro Förderung.

Wie der stellvertretende Kuramtsleiter Max Kalup in der Stadtratssitzung Ende Juli vorrechnete, kommt Miesbach aber unterm Strich trotzdem günstiger weg. Da zwischen beiden Kommunen vereinbart wurde, dass jede die Hälfte der Kosten trägt, muss Miesbach statt 10.000 bei einem Alleingang als Projektpartner nur noch 7.500 Euro berappen.

Geplant sind derzeit sieben Strecken in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sowie zwei Verbindungen von zwei oder mehreren Strecken. Drei der Strecken sind leicht, drei mittel und eine schwer. Die Gesamtlänge umfasst etwa 58 Kilometer. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer großen Runde. Sie ist rund 25 Kilometer lang und führt von Miesbach über Hausham und Schliersee zurück nach Miesbach über Atten- und Stadlberg.

Kritik kam von Paul Fertl (SPD), der bemängelte, dass die Wallenburger Allee nicht Teil des Streckennetzes ist. Das allerdings ist, wie Kalup erklärte, nicht möglich, weil der Laufpark nur über öffentliche Wege und Straßen führen soll. Als überflüssigen Luxus bezeichnete Florian Ruml (FWG) das ganze Projekt und meinte, dass das Geld anderswo besser angelegt wäre. Auch Manfred Burger (Grüne) stand, wie er sagte, dem Projekt anfangs kritisch gegenüber. Nachdem Hausham mit eingestiegen ist, bewertete Burger das neu: „Wir können da jetzt keinen Rückzieher machen und kommen außerdem auch günstiger weg. Auch wenn man sich natürlich immer fragen kann, braucht man das?“.

Weil Miesbach als Projektträger auftritt, musste der Stadtrat über die neue Gesamtsumme abstimmen. Wobei Hausham eine rasche Zahlung der Summe zugesagt hat. Der Unterhalt für die gesamte Zweckbindungsfrist von zwölf Jahren wird in einem Kooperationsvertrag zwischen den beiden Kommunen vereinbart. Jede trägt die Kosten für den Unterhalt der Strecken auf dem eigenen Gemeindegebiet. Gegen die Stimme von Ruml gab der Stadtrat schließlich grünes Licht, die Finanzmittel in Höhe von maximal 30.000 Euro netto und unter der Voraussetzung der Leader-Förderung zur Verfügung zu stellen. hac

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